Der deutsche Pass wird immer beliebter. Noch nie wurden so viele Menschen in Berlin und Brandenburg eingebürgert wie 2025. In der Hauptstadt wurde dabei sogar ein neuer Höchststand erreicht.
Anstieg von 80 Prozent in nur einem Jahr
Nach Angaben des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg erhielten allein in Berlin 39.041 Menschen die deutsche Staatsangehörigkeit. Das entspricht einem Anstieg um rund 17.200 Personen beziehungsweise knapp 80 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Auch in Brandenburg zeigt sich ein klarer Aufwärtstrend: Dort wurden 4581 Einbürgerungen verzeichnet – ein Plus von gut 22 Prozent gegenüber 2024. Ein wichtiger Grund für den Anstieg ist das neue Staatsangehörigkeitsgesetz, das seit Juni 2024 gilt und offenbar schnell Wirkung zeigt.

In beiden Bundesländern stellen Syrer weiterhin die größte Gruppe der Eingebürgerten. In Berlin lag ihr Anteil mit 7548 Personen bei knapp 20 Prozent, in Brandenburg mit 1251 Personen sogar bei etwa 27 Prozent. In der Hauptstadt folgten mit deutlichem Abstand Menschen mit türkischer, russischer und ukrainischer Staatsangehörigkeit.
Auffällig: Der starke Anstieg bei Einbürgerungen von Iranern, deren Zahl sich innerhalb eines Jahres nahezu verdoppelt hat. Auch bei US-Amerikanern wurde ein markanter Zuwachs registriert: Ihre Einbürgerungen haben sich im Vergleich zu 2024 nahezu vervierfacht (von 283 in 2024 zu 1090 in 2025).

Ähnliches Bild in Brandenburg: Nach syrischen Staatsangehörigen folgen dort vor allem Menschen aus Russland, der Ukraine und Polen.
In Berlin lebten die Eingebürgerten im Durchschnitt seit 11,2 Jahren und in Brandenburg seit 11,3 Jahren in Deutschland, bevor sie einen deutschen Pass erhielten. Auch das Durchschnittsalter bei der Einbürgerung lag mit 32,4 Jahren in Berlin und 32,1 Jahren in Brandenburg auf einem ähnlichen Niveau.




