Renteneintrittsalter

Rente erst mit 68? Diese Jahrgänge müssten künftig länger arbeiten

Für viele könnte sich der Renteneintritt erneut nach hinten verschieben. Noch ist nichts beschlossen, doch die Vorschläge sorgen für Diskussionen.

Author - Paula Hitzemann
Teilen
Das Renteneintrittsalter soll nach 2031 weiter ansteigen.
Das Renteneintrittsalter soll nach 2031 weiter ansteigen.MAGNIFIC

Wer heute Mitte 40 oder jünger ist, könnte später in Rente gehen als bislang geplant. Nach den Vorschlägen der Rentenkommission soll die Regelaltersgrenze nach 2031 weiter steigen. Neu ist jetzt, dass das Renteneintrittsalter weiter erhöht werden soll. Das soll ab 2032 passieren und damit alle Jahrgänge ab 1965 betreffen.

Bis 2031 steigt das Rentenalter auf 67 Jahre

Bereits beschlossen ist, dass die Regelaltersgrenze bis zum Geburtsjahrgang 1964 schrittweise auf 67 Jahre angehoben wird. Wer 1964 geboren wurde, kann regulär mit 67 Jahren in Rente gehen. Nach den Empfehlungen der Rentenkommission soll die Altersgrenze anschließend jedoch weiter steigen.

Ein zusätzliches Jahr Lebenserwartung würde zu acht Monaten längerer Erwerbstätigkeit und vier Monaten zusätzlicher Rentenzeit führen.
Ein zusätzliches Jahr Lebenserwartung würde zu acht Monaten längerer Erwerbstätigkeit und vier Monaten zusätzlicher Rentenzeit führen.MAGNIFIC

Hintergrund ist die steigende Lebenserwartung und die Finanzierung der gesetzlichen Rente. Noch handelt es sich nicht um geltendes Recht. Die Vorschläge zeigen aber, in welche Richtung die Debatte um die Zukunft der Rente gehen könnte.

So könnte sich der Rentenbeginn verändern

Ab dem Geburtsjahrgang 1965 soll sich das Renteneintrittsalter an der steigenden Lebenserwartung orientieren. Vorgesehen ist eine sogenannte 2:1-Regel. Nach einer Tabelle von Chip 30 würde ein zusätzliches Jahr Lebenserwartung zu acht Monaten längerer Erwerbstätigkeit und vier Monaten zusätzlicher Rentenzeit führen.

Nach der aktuellen Modellrechnung würde der Jahrgang 1965 regulär mit 67 Jahren und einem Monat in Rente gehen. Wer 1975 geboren wurde, müsste demnach bis 67 Jahre und sieben Monate arbeiten. Für den Jahrgang 1985 läge das Renteneintrittsalter bereits bei 68 Jahren und einem Monat.

Rentenverschiebung: Noch ist nichts beschlossen

Die genannten Altersgrenzen beruhen auf einer Modellrechnung und sind bislang nicht gesetzlich beschlossen. Wie hoch das Renteneintrittsalter künftig tatsächlich ausfällt, hängt von den politischen Entscheidungen der kommenden Jahre ab. Fest steht jedoch: Die Diskussion über längere Lebensarbeitszeiten dürfte Deutschland noch lange beschäftigen.

Welcher Jahrgang sind Sie und wann werden Sie in Rente gehen? Bitte schreiben Sie uns: leser-bk@berlinerverlag.com.