Allein die Vorstellung bereitet einem schon Gänsehaut. Immer häufiger kommen die Geisterfischchen (Ctenolepisma calva) in deutschen Haushalten vor. Sie gelten zwar nach aktuellem Stand als harmlos, essen will man sie aber trotzdem nicht. Denn die tropischen Krabbeltiere lieben es sich in unsere Nahrung zu abuzusetzen.
Geisterfischchen wurden erstmals in Sri Lanka entdeckt
Sie sind gerade einmal 8mm groß und fallen durch ihren weißen Körper nur bei genauem Hinschauen auf. Schon seit einigen Jahren kommen die Geisterfischchen auch in Deutschland vor, zuletzt aber immer häufiger in Berlin. Die tropischen Insekten haben ihren Ursprung in Sri Lanka und wurden dort erstmals 1910 entdeckt. Knapp 60 Jahre später siedelten sie auch nach Havanna (Mittelamerika) um. Und vor wenigen Jahren fanden sie ihren Weg nach Europa.

Berlin, Chemnitz, Stuttgart, Frankfurt, München und auch in Teilen von NRW haben die Insekten ein Zuhause gefunden. Am liebsten halten sie sich in stärke- und zuckerhaltigen Produkten auf. Beispielsweise Brot, Nudeln, Reis, Kartoffeln, Haferflocken, Müsli, Mehl, Brötchen, Croissants, Mais, Couscous oder Bulgur. Sie ernähren sich aber auch gerne von Fleischresten oder toten Artgenossen. So kommen sie auf ihren täglichen Proteinbedarf.
Da die Geisterfischchen besonders klein sind, sollte jeder in seinem Haushalt besonders darauf achten, angebrochene Lebensmittel besonders gut zu verschließen. Denn wer keine böse Überraschung beim Öffnen der Packungen oder beim Kochen haben will, sollte dem Vorbeugen.
Wer Geisterfischchen loswerden will, braucht vor allem Mittel mit langem Atem. Denn selbst wenn die ersten Krabbler verschwunden sind, kann aus Eiern schon die nächste Generation schlüpfen. Deshalb sollten bei der Bekämpfung Mittel gegen Silberfischchen zum Einsatz kommen, die nicht nur sofort wirken, sondern auch über längere Zeit aktiv bleiben. Hilfreich sind vor allem Gel-Köder und spezielle Sprays. Das Ködergel wird an den betroffenen Stellen aufgetragen, trocknet aus und wird hart. Fressen die Geisterfischchen davon, ist für sie schnell Schluss mit dem Spuk.
So können Sie Geisterfischchen am besten loswerden
Auch ein Anti-Fischchen-Spray kann helfen. Es bleibt gleich über mehrere Wochen wirksam. Die Mittel enthalten in der Regel ein Kontaktgift: Kommen Geisterfischchen damit in Berührung, nehmen sie es auf und sterben. Gesprüht werden sollte dort, wo die Tiere entlanglaufen oder aus ihren Verstecken kommen, etwa an Sockelleisten, Dichtungen, Ritzen und in Hohlräumen. Wichtig: Nach dem Sprühen sollte gut lüften werden und das Spray sollte nicht in unmittelbarer Nähe von Lebensmitteln verwenden werden. Hält der Befall an, sollte die Behandlung nach einigen Wochen wiederholt werden.



