Amt warnt

Ekel-Saugwürmer in Berliner Seen - diese Badestellen sind betroffen

Berlins Seen bringen Abkühlung in der Hitzewelle, aber Zerkarien melden sich früher als sonst zurück.

Author - Stefan Doerr
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Früher als gewöhnlich gibt es erste Zerkarien-Warnungen an Berliner Badeseen.
Früher als gewöhnlich gibt es erste Zerkarien-Warnungen an Berliner Badeseen.Paul Zinken/dpa

Wassertemperaturen um die 20 Grad und sauberes Wasser! Berlins Badegewässer wie Müggelsee, Havel oder Wannsee locken an den nächsten, heißen Tagen wieder mit Badespaß. Allerdings liegen dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) derzeit Meldungen über Zerkarien vor.

Larven bohren sich in die Haut

Diese winzigen Larven bestimmter Saugwürmer können sich in die Haut bohren und juckende Ausschläge verursachen. Normalerweise tauchen sie erst später im Sommer auf. Doch dieses Jahr sind sie früh dran. „Dem Lageso liegen bislang für 2026 nur sehr wenige Zerkarienmeldungen vor, dafür verhältnismäßig früh im Jahr“, sagt Sprecherin Stephanie Reisinger. Betroffen seien der Jungfernheideteich, der Teufelssee und der Schlachtensee.

Warum so früh? „Das Wasser einiger Gewässer hat sich in diesem Jahr sehr früh erwärmt, wodurch Zerkarien bereits Ende Mai/Anfang Juni ausgeschwärmt sein können. In den letzten Jahren erhielten wir Zerkarienmeldungen eher Mitte Juni bis Mitte Juli“, erklärt Reisinger. Eine gezielte Kontrolle sei kaum möglich, denn die Larven verschwinden nach wenigen Tagen wieder.

Das Amt warnt vor dem Baden im Teufelssee.
Das Amt warnt vor dem Baden im Teufelssee.Olaf Wagner/imago

Grundsätzlich aber gibt es gute Nachrichten! Die Wasserqualität in Berlin ist top. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales untersucht die Badestellen regelmäßig. Gemessen werden Keime wie Escherichia coli und Enterokokken. Ergebnis: Alle Badestellen erfüllen die Anforderungen für eine ausgezeichnete Badegewässerqualität. Alle zwei Wochen wird weiter kontrolliert.

Doch Sommer bleibt Sommer und damit unberechenbar. Nach Starkregen oder bei Hitze kann sich die Wasserqualität kurzfristig verschlechtern. Dann drohen Blaualgen oder erhöhte Keimwerte. Mit steigenden Temperaturen wächst außerdem das Algenaufkommen, was die Sichttiefe verringert. Am Dämeritzsee wurden 0,7 Meter gemessen, an der Badestelle Schmöckwitz/Dahme 0,8 Meter. Alle anderen Gewässer liegen bei über drei Metern, beste Bedingungen also.

Wie ist Ihre Meinung dazu? Bitte schreiben Sie uns: leser-bk@berlinerverlag.com