Nach Timmy Hope:

Neuer Wal vor der Ostsee gesichtet! Sorge um Buckelwal Hartwin wächst

Nach dem tragischen Fall Timmy Hope sorgt ein neuer Buckelwal für Aufregung. Hartwin wurde bereits nahe Dänemark gesichtet – Tierschützer schlagen Alarm.

Author - Florian Thalmann
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Buckelwale haben in der Ostsee eigentlich nichts verloren. Nach der Tragödie mit Timmy Hope haben Fans nun einen Buckelwal namens Hartwin im Blick, der in Richtung Ostsee schwimmt (Symbolfoto).
Buckelwale haben in der Ostsee eigentlich nichts verloren. Nach der Tragödie mit Timmy Hope haben Fans nun einen Buckelwal namens Hartwin im Blick, der in Richtung Ostsee schwimmt (Symbolfoto).Jürgen Schwenkenbecher/imago

Die Wunden, die der Tod von Buckelwal Timmy auf den Seelen vieler Tierfreunde hinterlassen hat, sind noch nicht verheilt – und trotzdem droht jetzt schon die nächste Katastrophe: Laut Beobachtern ist ein weiterer Buckelwal, der bereits auf den Namen Hartwin getauft wurde, unterwegs in Richtung Ostsee. Die Sorge der Tierfreunde, die bereits in heller Aufregung sind: Könnte jetzt der nächste Buckelwal an der Ostsee stranden – und wiederholt sich die tragische Geschichte von Timmy?

Buckelwal Hartwin: Wal-Fans fürchten neue Katastrophe

In Facebook-Gruppen zur Rettung von gestrandeten Walen sind die Fans bereits in Aufruhr: Strandet schon bald der nächste Wal an der Ostsee? Der Grund für die Angst: In den vergangenen Wochen wurde ein neuer Buckelwal beobachtet, der sich entlang einer Route immer näher in Richtung Ostsee bewegte. Das Tier wurde auf den Namen Hartwin getauft – und wurde unter anderem bei South Shields in Großbritannien im Meer von zwei Männern beobachtet, die auf einer Jetski-Tour waren.

Auch vor der Küste der Niederlande und vor Dänemark wurde Hartwin bereits gesehen. Die letzten Sichtungen gab es in der Nähe von Anholt, der Insel, vor der auch der tote Wal Timmy Hope strandete – und zuletzt wurde der Wal laut Berichten im Lillebaelt gesichtet, einer Meerenge zwischen dem dänischen Festland und der Insel, auf der unter anderem die Stadt Odense liegt. Dort war der Wal am 20. Mai – und er bewegt sich laut Beobachtern immer weiter Richtung Ostsee.

Buckelwal Timmy Hope war nach seinem Tod an der Küste der dänischen Insel Anholt gestrandet. Er wurde an den Strand geschleppt und dort obduziert.
Buckelwal Timmy Hope war nach seinem Tod an der Küste der dänischen Insel Anholt gestrandet. Er wurde an den Strand geschleppt und dort obduziert.Marcus Golejewski/dpa

Dass es sich um den Wal Hartwin handelt und dass er sich auf dem Weg in die Ostsee befindet, wurde etwa von den Tierschützern der Organisation „Stranded No More“  bestätigt. „Er befindet sich in einem sehr gefährlichen Gebiet und könnte sogar noch tiefer in die Ostsee vordringen“, heißt es auf der Facebook-Seite der Tierschützer. „Deutschland kann jetzt keinen weiteren gestrandeten Wal verkraften. Hier bahnt sich eine weitere sehr ernste Situation an, und ein weiterer Buckelwal ist in großen Schwierigkeiten.“

Buckelwal Hartwin soll bereits geschwächt sein

Das Problem: Mehrfach wurde beobachtet, dass Hartwin bereits geschwächt ist. Tierschützer beobachteten, dass der Buckelwal womöglich an einer Infektion der Haut leidet. „Er braucht so schnell wie möglich Antibiotika per Betäubungspfeil, er braucht Hilfe und Unterstützung, und er muss aus dem Gebiet herausgeleitet werden“, schreiben die Tierschützer.

Und kritisieren, dass Hartwin im Stich gelassen wird. Man habe aus der tragischen Geschichte von Timmy Hope keine Lehren gezogen. „Hartwin wird bereits als schwach, krank und sich verschlechternd beschrieben – und wir alle wissen, was das bedeutet.“

Die Wal-Sichtungen sorgen bereits wieder für angeregte Diskussionen in der Wal-Fangemeinde. „Er braucht Hilfe und sucht sie bei Menschen, genau wie Timmy Hope“, schreibt etwa eine Nutzerin auf Facebook.

Wale seien sehr weise und wissen, dass die Menschheit ihnen helfen kann. „Doch sie wissen nicht, wie sie die richtigen Helfer finden können und wollen, und auch die Menschen wissen nicht, wie sie ihnen am besten helfen können. Welche Menschen sind gut und welche wollen Böses? Das ist für einen Menschen unmöglich zu erkennen, geschweige denn für einen Wal.“

Fans zittern schon jetzt um Buckelwal Hartwin

Eine Frau kommentiert: „Das ist schrecklich! Wer kann helfen? An wen kann man sich wenden? Wer ist zuständig? Sicherlich erst einmal niemand. Hartwin, dreh‘ um! Raus aus der Ostsee und halte dich von Dänemark fern! Ach, wie machtlos und hilflos man sich schon wieder fühlt.“ Und eine Frau kritisiert: „Wenn Hartwin wirklich nach Deutschland kommt bedeutet das wohl sein sicheres Todesurteil. Ich verstehe einfach nicht, wie ein Buckelwal so lange in den falschen Gewässern umherirren kann, während alle nur tatenlos zusehen, anstatt einzugreifen! Das ist einfach nur grausam und krank.“

Buckelwal Timmy Hope hatte vor Wochen für Wirbel gesorgt: Der Wal war mehrfach an unterschiedlichen Orten in der Ostsee gestrandet, zuletzt vor der Insel Poel. Im Rahmen einer riesigen Rettungsaktion wurde der Wal wieder zurück in die Nordsee gebracht, wo er dann aber verendete.

Schicksal von Buckelwal Timmy Hope bewegte Millionen

Angespült wurde Timmy Hope an der Küste der dänischen Insel Anholt, wo er zunächst zu explodieren drohte, dann von Experten obduziert, zerlegt und entsorgt wurde. Millionen Menschen verfolgten das Schicksal des Tiers von der Strandung bis zur Obduktion – und diskutierten, ob der Umgang mit Timmy Hope richtig war und wie man dem Tier besser hätte helfen können.

Was halten Sie von der Rettung von Timmy Hope und der Tatsache, dass bereits ein neuer Wal unterwegs in die Ostsee sein könnte? Schicken Sie uns Ihre Meinung per Mail an wirvonhier@berlinerverlag.com. Wir freuen uns auf Ihre Zuschriften!