Buckelwal Timmy, von anderen „Hope“ genannt, beschäftigte ganz Deutschland über Wochen – und tut es noch immer. Denn obwohl das vor der dänischen Insel Anholt gestrandete Tier inzwischen fachgerecht zerlegt wurde, glauben viele Fans noch immer, dass über den erst in der Ostsee gestrandeten und später geretteten Wal Lügen erzählt werden. Sie sind davon überzeugt, dass der Wal vor Anholt gar nicht Timmy war – und dass Hope in Wirklichkeit sogar noch leben könnte! Warum der Freitag jetzt zum Tag der Entscheidung werden könnte.
Fans zweifeln daran, dass der tote Wal Timmy war
Schon vor Wochen wurde verkündet, dass der am Strand der dänischen Insel Anholt angespülte Buckelwal Timmy ist – jenes Tier, das zuvor über Wochen Tierschützer in Deutschland beschäftigte. Doch noch immer sind viele Fans des Wals nicht davon überzeugt, dass es sich bei dem verendeten Meeressäuger tatsächlich um Timmy oder eben „Hope“ handelt.
Der Grund: Sie sehen zu viele Ungereimtheiten in der Geschichte – dazu gehört auch die Tatsache, dass sich plötzlich herausstellte, der Wal sei kein Männchen gewesen, sondern ein Weibchen.
In den einschlägigen Fan-Gruppen für Buckelwal Timmy wird das Thema noch immer diskutiert – und viele Hope-Fans machen klar, dass sie den Wal von Anholt für einen anderen Wal als ihren Timmy halten! Erst vor Tagen wurde in einem Post diskutiert, ob der inzwischen obduzierte Wal wirklich Hope sein kann – oder ob der echte Wal noch am Leben ist. „Alles Schwindel, die Wahrheit schwimmt woanders“, kommentierte ein Nutzer dazu. Ein anderer: „Keine Ahnung, ob Timmy wirklich noch lebt, aber diese gesamte Geschichte ist echt komisch.“

Eine Frau schreibt: „Ich weiß nicht, ob Timmy / Hope noch lebt. Aber ich bin auch fest davon überzeugt, dass der Wal in Anholt nicht Timmy / Hope war.“ Und ein Mann kommentiert: „Timmy kann es nicht sein. Der sah irgendwie ganz anders aus.“
Viele glauben, dass der echte Timmy dennoch tot ist. „Hope ist das nicht, das sag ich auch. Hope ist bestimmt kurz nach der Freilassung ertrunken“, schreibt eine Frau. Und eine kommentiert: „Ich glaube zwar nicht, dass Hope noch lebt. Aber ich bezweifle, dass das Tier auf Anholt Hope war.“
Wal-Fan erklärt: Darum kann der Wal nicht Timmy sein
Ein Nutzer legt gleich mehrere Dinge dar, die ihm komisch vorkommen. „Ich finde die ganze Sache rund um Buckelwalbullen Hope mysteriös“, schreibt er. Es sei seltsam, dass der Wal im offenen Meer gestorben sein soll, dann angeblich tot bis Anholt getrieben wurde. „Und das ist auf dieser Streckenlänge niemandem aufgefallen. Ich bin mir sicher, dass in diesem Gewässerbereich mehr Schiffe als Robin Hood und Fortuna B unterwegs waren, die irgendwelche Sichtungen gemeldet hätten.“

Außerdem hätte Hope zwischendurch laut seiner Idee noch an einer anderen Insel stranden können. „Möglicherweise wäre der Wal nach seinem Tod in die Tiefen des Meeres gesunken, nach längerer Zeit durch Gärgase nach oben getrieben und dann der Strömung gefolgt. Aber dann wäre das tote Tier bereits aufgebläht in Anholt angelandet.“
Doch das war nicht der Fall. Zu guter Letzt nennt er noch die Verwandlung von Timmy in ein Weibchen als Grund, den offiziellen Angaben nicht zu trauen – und die Tatsache, dass bei der Obduktion keine Reste von Netzen gefunden wurden.
Daten des Trackers von Timmy werden veröffentlicht
Sind die Zweifel berechtigt – oder sind das alles nur Verschwörungstheorien? Der Freitag könnte ein wichtiger Tag für die Aufklärung des Todes von Timmy werden. Denn dann will Umweltminister Till Backhaus die Öffentlichkeit über die Daten informieren, die aus Timmys Tracker ausgelesen wurden.
„Inzwischen liegen die Auswertungen der dem Ministerium zur Verfügung gestellten Ortungsdaten des Satellitensenders vor“, heißt es in der Ankündigung. „Die Daten ermöglichen erstmals einen Blick auf die Bewegungen des Wals nach seiner Freisetzung und liefern wichtige Erkenntnisse für die Gesamtbewertung des Falls.“


