Ganz Deutschland schaut aktuell nach Rostock, denn am Dienstag hat vor dem Landgericht der Prozess gegen Gina H. begonnen. Die 30-Jährige wird verdächtigt, im Oktober den damals acht Jahre alten Fabian aus Güstrow getötet und seine Leiche an einem Tümpel verbrannt zu haben. Am Donnerstag stand nun die zweite Verhandlung an – mit der lange erwarteten Aussage von Fabians Mutter Dorina L. Sie verriet vor Gericht unter anderem, welchen letzten Wunsch Fabian hatte – und brach bei einem bestimmten Beweisfoto in Tränen aus.
Fabians Mutter sagt im Fall Fabian vor Gericht aus
Der Fall Fabian aus Güstrow – er beschäftigt noch immer viele Menschen in Deutschland. Wer hat den acht Jahre alten Jungen getötet und warum. Eine Frage, die viele rätseln lässt. Am Landgericht in Rostock soll nun die Antwort gefunden werden: Hier sitzt Gina H. vor Gericht, die Ex-Freundin von Fabians Vater – sie ist die Hauptverdächtige in dem Fall, soll den Jungen umgebracht haben.
Laut Staatsanwaltschaft lockte sie ihn am 10. Oktober 2025 unter einem Vorwand auf ein Feld bei Klein Upahl, tötete ihn mit mehreren Messerstichen und zündete seine Leiche anschließend an. Für Gina H. gilt bis zu einer Verurteilung die Unschuldsvermutung.
Nach dem Prozessauftakt am Dienstag sagt am Donnerstag vor Gericht nun Dorina L. aus, die Mutter von Fabian. Ihre Aussage bringt weitere Details ans Licht. So sprach sie laut einem Bericht von BILD unter anderem über Fabians letzten Wunsch: Er habe sich von ihr am Tag vor seinem Verschwinden noch einen Dürüm-Döner gewünscht.
Döner-Geheimnis von Fabian wurde nie geklärt
Ein Fakt, der bei Beobachtern Erinnerungen an eine bestimmte Zeugenaussage wecken dürfte: Der Besitzer einer Dönerbude hatte schon vor Monaten angegeben, Fabian am Tag seines Verschwindens vor seinem Laden gesehen zu haben. Die Polizei widersprach dem aber damals – es habe keine Anzeichen gegeben, dass sich Fabian wirklich vor dem Geschäft aufhielt. Vollends gelöst wurde das Döner-Geheimnis von Fabian aber nicht.

Vor Gericht wurde nun auch thematisiert, wie der kleine Fabian war. Er sei sehr liebevoll, zuverlässig und hilfsbereit gewesen, schilderte Dorina L. laut BILD vor Gericht. Den Umgang mit fremden Menschen habe sie mit ihm geübt – und Fabian beigebracht, wie er sich verhalten soll, wenn er allein zu Hause ist und es an der Tür klingelt.
Auch berichtete sie vom Abschied von ihrem Sohn am Morgen des Tages, an dem er verschwand. Vor Monaten hatte sie bereits in einem Interview davon erzählt.
Fabian aus Güstrow litt häufiger unter Nasenbluten
Fabian sollte an dem Tag zu Hause bleiben, weil er am Tag zuvor an Nasenbluten gelitten hatte – das sei bei ihm unregelmäßig, aber häufig aufgetreten, sagte Dorina L. jetzt vor Gericht. An dem besagten Morgen fragte sie ihren Sohn, ob er lieber noch zu Hause bleiben wolle.

Er habe darauf geantwortet, dass er das wolle, um sich auszukurieren, sagte sie dem „Nordkurier“. „Ich habe dann beschlossen, dass er zu Hause bleibt. Ich bin dann 8.30 Uhr zur Arbeit gegangen – und habe mich von meinem Kind verabschiedet mit einem ,Hab‘ dich lieb, bis später‘.“ Sie ahnte nicht, dass es die letzten gemeinsamen Momente mit ihrem Sohn sein würden.


