Sachen gibt's. Peugeot muss weltweit mehr als 600.000 Fahrzeuge in die Werkstätten holen. Betroffen ist der Kleinwagen 208. Der Rückruf wirkt auf den ersten Blick kurios: Die Hupe macht Probleme!
612.000 Autos sind weltweit betroffen
Insgesamt sind rund 612.000 Autos betroffen. Konkret geht es um Modelle, die zwischen September 2019 und Juli 2022 vom Band gelaufen sind. Auch in Deutschland dürften zahlreiche Fahrzeuge darunter sein. Das Modell war 2020 der meistverkauften Kleinwagen in Europa und wurde im selben Jahr zum „Auto des Jahres“ in Europa ernannt.
Der Grund für die groß angelegte Aktion klingt zunächst ungewöhnlich: Die Hupe ist zu leise. Damit erfüllt sie nicht die vorgeschriebenen Anforderungen an ein Warnsignal im Straßenverkehr. Doch was zunächst nach einem kleinen Mangel klingt, kann im Ernstfall gefährlich werden. In kritischen Situationen könnten andere Verkehrsteilnehmer das Signal möglicherweise zu spät oder gar nicht wahrnehmen – Sekunden, die entscheidend sein können.
Auch Autofahrer berichten bereits von dem Problem. In Internetforen schildern Betroffene, dass ihre Hupe „wirklich leise“ sei und sich ungewöhnlich anhöre. Solche Hinweise decken sich mit den Erkenntnissen der Behörden.

Um den Mangel zu beheben, müssen die Fahrzeuge in die Werkstatt. Dort wird das Signalhorn ausgetauscht, wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) mitteilt. Der Eingriff gilt als vergleichsweise unkompliziert und dürfte nur wenig Zeit in Anspruch nehmen.
Peugeot informiert die Halter betroffener Fahrzeuge direkt. Zusätzlich können Besitzer selbst prüfen, ob ihr Auto Teil der Rückrufaktion ist – etwa über eine Vertragswerkstatt.




