Donald Trump überfällt Venezuela, will Grönland kaufen und verhängt Strafzölle nach Lust und Laune. Wladimir Putin greift weiter die Ukraine an, und in Syrien gehen die Kämpfe unvermindert weiter. Die Welt ist aus den Fugen geraten.
Kein Wunder also, dass aus Sicht von Wissenschaftlern die Menschheit einer weltweiten Katastrophe näher gekommen ist. Denn: Der Zeiger der sogenannten Weltuntergangsuhr ist um vier Sekunden vorgerückt. Jetzt steht er auf 85 Sekunden vor Mitternacht. Das Ende naht.
Menschheit stand noch nie so dicht vor dem Abgrund
So dicht habe die Menschheit in der 79-jährigen Geschichte der „Doomsday Clock“ noch nie am Abgrund gestanden, teilten die Forscher des Magazins Bulletin of the Atomic Scientists mit.
Die Forscher, unter ihnen acht Nobelpreisträger, geben die Verantwortung für die Entwicklung Großmächten wie den USA, China und Russland. Sie seien „zunehmend aggressiv, konfrontativ und nationalistisch geworden“, erklärten sie.
Nichts hält nukleares Wettrüsten mehr auf
Die internationale Zusammenarbeit komme vielerorts zum Erliegen, hieß es weiter. Sie sei aber „entscheidend, um die Risiken eines Atomkriegs, des Klimawandels, des Missbrauchs von Biotechnologie, der potenziellen Bedrohung durch Künstliche Intelligenz und andere apokalyptische Gefahren zu verringern“.
Die Wissenschaftler verwiesen zwar auf den „New START“-Vertrag zur Verringerung strategischer Waffen der USA und Russlands. Der läuft kommende Woche aber aus. „Zum ersten Mal seit über einem halben Jahrhundert wird es nichts geben, was ein außer Kontrolle geratenes nukleares Wettrüsten verhindert“, prognostizierte der Physiker Daniel Holz von der Universität Chicago.

Trump will seinen Golden Dome bauen
US-Präsident Trump hat mit der Wiederaufnahme der Atomtests gedroht. Zudem treibt er ein Raketenabwehrsystem namens „Goldene Kuppel“ (Golden Dome) voran.
Scharfe Kritik äußerte Holz auch am US-Vorgehen in der Stadt Minneapolis, wo Einsatzkräfte am Rande von Protesten gegen Trumps Einwanderungspolitik in den vergangenen Wochen zwei US-Bürger erschossen hatten. „Die Geschichte hat gezeigt, dass Konflikte und Elend folgen, wenn Regierungen ihren eigenen Bürgern gegenüber nicht mehr rechenschaftspflichtig sind“, betonte Holz.


