Prinz William und Herzogin Kate bei ihrer Reise durch ehemalige Kolonien. AFP/Johan Ordonez

Man hätte damit rechnen können, dass es so kommen wird, im britischen Königshaus hielt man es aber offenbar dennoch für eine gute Idee, Queen-Enkel Prinz William (39) und seine Ehefrau Herzogin Kate (40) auf eine Reise durch ehemalige britische Kolonien zu schicken, um dort für das 70. Thronjubiläum der Queen zu werben. Dort sehen sich die beiden Royals nun immer wieder Protesten ausgesetzt.

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Demonstrationen gegen William und Kate angekündigt

Auch bei ihrem nächsten Stopp in Jamaika dürfte das nicht anders sein. Dort fordert ein Bündnis aus Politik, Wirtschaft, Unterhaltung und Medizin vom Königshaus Schadenersatz für Sklaverei sowie eine Entschuldigung. Zudem ist eine Demonstration angekündigt.

„Wir sehen keinen Grund, den 70. Jahrestag der Besteigung Ihrer Großmutter auf den britischen Thron zu feiern, weil unter ihrer Führung und der ihrer Vorgänger die größte Menschenrechtstragödie in der Geschichte der Menschheit fortgesetzt wurde“, zitierte die britische Zeitung „Independent“ am Montag aus dem Protestschreiben.

Jamaika spielte eine Schlüsselrolle als Umschlagplatz für den Sklavenhandel britischer Unternehmer, zahlreiche Nachfahren von Zwangsarbeitern leben heute auf der Insel. Das Land feiert 2022 den 60. Jahrestag seiner Unabhängigkeit.

In Belize gab es Protest gegen den Besuch von William und Kate

Bereits auf der ersten Station in Belize hatten Proteste die royale Reise überschattet. Wegen „sensibler Angelegenheiten im Zusammenhang mit der Gemeinschaft in Indian Creek“ besichtigte das Paar eine Schokoladenfabrik und nicht wie vorgesehen eine Kakaoplantage. Medienberichten zufolge hatten Bewohner des ursprünglich ausgesuchten Dorfes gegen den Besuch demonstriert, weil zwischen ihnen und der an der Farm beteiligten Naturschutzorganisation, deren Schirmherrschaft William übernommen hat, ein Landkonflikt herrscht.

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Am Sonntag ließen sich William und Kate keine Spannungen anmerken. Beim Besuch der Fabrik probierten sie Kakaobohnen und scherzten mit den Mitarbeitern. Zudem tanzte das Paar bei einem Kulturfestival. Am Montag stand der Besuch antiker Maya-Ruinen auf dem Programm, bevor es nach Jamaika weitergehen sollte. Dort will das künftige Königspaar an einer Segelregatta teilnehmen und das Vermächtnis der Reggae-Legende Bob Marley feiern. Zum Abschluss geht es auf die Bahamas.

In den vergangenen Jahren wurden die Verbrechen der europäischen Kolonialmächte weltweit immer mehr diskutiert. Die Proteste in den ausgebeuteten Staaten dürften daher wohl niemanden überraschen.

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