Die Erlebnisdörfer des Erdbeer-Imperiums Karls sind echte Besuchermagneten – vor allem Familien zieht es an Wochenenden und in den Schulferien dorthin. Es gibt nicht nur alles rund um die Erdbeere, sondern inzwischen auch immer mehr Fahrgeschäfte und andere Attraktionen. Doch eine Sache wissen viele noch nicht: Wer auf einen Erlebnishof von Karls fährt, sollte unbedingt eine Kaffeekanne mitbringen. Warum? Wir lösen das Rätsel um den schrägen Wunsch der Betreiber.
In Karls Erlebnisdorf werden Kaffeekannen gesammelt
Sollen die Besucher bei Karls Erlebnisdorf jetzt etwa ihren eigenen Kaffee mitbringen – oder eine Kanne, damit sie sich im Café etwas für den Weg von Fahrgeschäft zu Fahrgeschäft abfüllen können? Nein, alles Quatsch! Der Grund für den Wunsch nach Kaffeekannen verbirgt sich in der besonderen Sammelwut der Betreiber von Karls. Schon seit 2009 werden in der Karls-Zentrale in Rövershagen bei Rostock alte Kaffeekannen gesammelt.
Schon vor Jahren meldete sich eine Sammlerin, die bei sich keinen Platz mehr für ihre Kannen hatte. Sie fragte nach, ob einige der Kaffeekannen in Form einer Ausstellung im Hofladen untergebracht werden könnten. Den Machern von Karls kam daraufhin die Idee, die Kannen als Basis für einen Weltrekord zu nehmen. Bundesweit wurde daraufhin aufgerufen: Die Gäste sollten Kaffeekannen vorbeibringen und sie dem Unternehmen als Dauerleihgaben zur Verfügung stellen.

Der Rekord war mit 14.000 Kaffeekannen damals schnell erreicht. „Die Leute haben Keller, Dachböden, Schränke und Regale durchforstet“, sagte Karls-Geschäftsführer Robert Dahl der „WAZ“. Doch andere Sammler überboten das Erdbeer-Imperium, weshalb der Rekord zwischendurch wieder abgegeben werden musste.
Allerdings eröffneten nach und nach weitere Standorte von Karls – und auch hier wurde gesammelt. Auch am Standort von Karls Erlebnisdorf in Elstal bei Berlin stehen etliche Kaffeekannen in den Regalen – und noch immer dürfen die Kunden welche mitbringen.
Wer eine Kanne vorbeibringt, bekommt eine Urkunde
Denn der Freizeitpark-Boss setzt noch immer auf die Hilfe der Besucher der Erlebnisdörfer von Karls. „Wir freuen uns, wenn uns die Leute weitere Kannen zur Verfügung stellen. Nur so können wir den Rekord verteidigen“, sagt Dahl.
Insgesamt hat das Unternehmen bereits mehr als 90.000 Kaffeekannen in der Sammlung, die über die Parks verteilt sind und überall die Giebel und Wände der Hofläden teilweise bis unter das Dach schmücken. Besucher, die Kaffeekannen mitbringen, erhalten laut dem Bericht übrigens eine Sammlerurkunde.

Übrigens: Alle Kaffeekannen, die in den Erlebnisdörfern von Karls abgegeben werden, werden registriert und nummeriert. Jedes einzelne Exemplar findet dann einen Platz in den riesigen Regalen. „Ein überwältigender Anblick“, heißt es auf der Website von Karls.


