Jeder Sechste fürchtet einer neuen Forsa-Umfrage zufolge, sein Eigenheim nicht halten zu können. Ein Häuschen zur Altersvorsorge, ein Auto, Reisen, der Traum von einem Leben in Wohlstand, er ist für viele Menschen in Deutschland ausgeträumt.
Wenn das Haus zur Kostenfalle wird
Auch wenn sie es sich wünschten, ist ein Erwerb der eigenen vier Wände für 20 Prozent der Befragten nicht realisierbar. 17 Prozent haben Angst vor dem Verlust ihres Eigenheims.
Die Zahlen, die der Verband Deutscher Grundstücksnutzer, VDGN, jetzt in Berlin veröffentlichte, rütteln auf. Demnach hat sogar jeder vierte Hauseigentümer mit niedrigem Einkommen Angst, sein Zuhause zu verlieren.
Das hat eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Forsa im Auftrag des VDGN ergeben. Dabei wurden deutschlandweit 1502 Personen ab 18 Jahren zu ihrer aktuellen und bevorzugten Wohnsituation, wichtigen Standortfaktoren beim Hauseigentum sowie zu Förderprogrammen und Ängsten befragt.

Die größte Angst: die Kosten für den Unterhalt von Haus oder Wohnung nicht mehr stemmen zu können.
Angst vor Verlust des Eigentums
VDGN-Präsident Jochen Brückmann erklärt dazu: „Angesichts steigender Kosten im Unterhalt ist die Angst vor dem Verlust des Wohneigentums in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Die Umfrageergebnisse untermauern zusätzlich: Der Traum vom eigenen Heim ist hierzulande nur noch für wenige zu erreichen.“
Nur acht Prozent der Befragten planen demnach den Kauf oder Bau der eigenen vier Wände. Für 20 Prozent der Befragten mit Wohneigentumswunsch bleibt dieser Traum unerfüllt. Vor fünf Jahren war laut Forsa-Umfrage der Bau oder Kauf eines Eigenheims noch einfacher als heute.
Als Ursache werden gestiegene Baukosten, nicht vorhandene Sparmöglichkeiten, gestiegene Hausnebenkosten, hohe Zinsen und fehlendes Eigenkapital genannt. Diese Einschätzung zieht sich durch alle Gruppen – junge wie ältere Menschen, Ost wie West, Stadt wie Land, kleine wie große Einkommen.
Jochen Brückmann weiter: „Wenn viele Menschen den Erhalt und Erwerb von Wohneigentum als sehr schwer bzw. kaum machbar erleben, ist das besorgniserregend – zumal die eigene Immobilie für viele Menschen nach wie vor zu den wichtigsten Formen der Altersvorsorge zählt. Die Ergebnisse der Umfrage zeigen damit auch, dass den Sorgen und Nöten der Eigenheimer zu wenig Beachtung geschenkt wird.“




