Brown-Universität

Amoklauf an US-Elite-Uni: Schüsse, zwei Tote, Täter flüchtig

Chaos in Providence: An der Brown University erschießt ein Mann zwei Studenten, mindestens neun werden schwer verletzt. Der Täter ist weiter auf der Flucht.

Author - Stefan Henseke
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Beamte von US-amerikanischen Strafverfolgungsbehörden sichern das Gelände rings um die Brown University ab.
Beamte von US-amerikanischen Strafverfolgungsbehörden sichern das Gelände rings um die Brown University ab.Steven Senne/AP/dpa

Schüsse auf dem Campus! An der renommierten Brown University im US-Bundesstaat Rhode Island bricht am Samstagabend das Chaos aus. Ein bewaffneter Mann eröffnet das Feuer. Zwei Studenten sterben. Mindestens neun weitere werden schwer verletzt. Der Täter flieht.

Am Samstag um 16.22 Uhr wird Großalarm ausgelöst. Erste Schüsse sind gefallen, die Brown University im US-Bundesstaat Rhode Island warnt vor einem Amokläufer.

„Verriegeln Sie die Türen, schalten Sie Ihre Telefone stumm und bleiben Sie bis auf Weiteres versteckt. Denken Sie daran: RENNEN Sie, wenn Sie sich am betroffenen Ort befinden, und evakuieren Sie sich sicher, wenn Sie können; VERSTECKEN Sie sich, wenn eine Evakuierung nicht möglich ist, und gehen Sie in Deckung“, heißt es in der Warnung, die an die Studenten herausgeht.

Providence, Hauptstadt des kleinen Bundesstaats Rhode Island, erlebt einen Albtraum. Bürgermeister Brett Smiley spricht von einem „tragischen Angriff“. Die Verletzten liegen im Krankenhaus, kritisch, aber stabil.

Brown-Universität: Der Amok-Schütze ist auf der Flucht

Der Schütze ist weiter auf der Flucht. Mehr als 400 Polizisten sind im Einsatz. Auch das FBI ist vor Ort. Studenten und Anwohner sollen in ihren Wohnungen bleiben. Die Polizei veröffentlicht ein Video: Ein schwarz gekleideter Mann verlässt das Gelände zu Fuß. Sein Gesicht bleibt verborgen. Sein Motiv: unklar. Der Täter flüchtete und war auch mehrere Stunden nach der Tat noch immer nicht gefasst.

Der Campus wird zum Tatort. Wie die Rektorin der Brown University, Christina Paxson, in der Nacht zum Sonntag mitteilte, waren zehn der elf Getroffenen Studenten.

Die Brown University gehört zur Elite der „Ivy League“. Hier studieren die Besten des Landes. Doch am Samstagabend wird ein Gebäude, in dem Ingenieurwesen und Physik gelehrt werden, zum Schauplatz des Grauens. Dort gebe es Unterrichtsräume und Labors, heißt es. Die Tat ereignete sich demnach, während Abschlussprüfungen liefen.

Donald Trump: „Gott segne die Opfer und die Familien der Opfer!“

Zunächst kursieren Gerüchte, der Täter sei gefasst. Selbst US-Präsident Donald Trump verbreitet diese Nachricht auf seiner Plattform Truth Social. Doch die Meldung ist falsch. Wenig später korrigiert Trump seine Aussage. „Gott segne die Opfer und die Familien der Opfer!“, schreibt er.

Die Brown-Universität in Providence, Rhode Island: Feuerwehrleute transportieren einen Verletzten ab.
Die Brown-Universität in Providence, Rhode Island: Feuerwehrleute transportieren einen Verletzten ab.Bing Guan/AFP

Providence liegt südlich von Boston, rund 200.000 Menschen leben hier. Nun steht die Stadt unter Schock.

Die Studenten werden nach den Schüssen in bereitgestellte Busse evakuiert.
Die Studenten werden nach den Schüssen in bereitgestellte Busse evakuiert.Bing Guan / AFP

In den USA kommt es immer wieder zu aufsehenerregenden Fällen von Waffengewalt – etwa an Schulen, in Supermärkten, Nachtclubs oder bei großen Veranstaltungen. Schusswaffen sind in den USA leicht erhältlich, teils auch halb automatische Waffen. Trotz großem Entsetzen nach besonders schlimmen Vorfällen mit vielen Toten scheitern Bemühungen, die Waffengesetze zu verschärfen, seit Jahren immer wieder.