Schutz für Haustiere

Hitzegefahr für Hunde: Darauf müssen Sie beim Spaziergang achten

Für Hunde kann die starke Hitze schnell gefährlich werden, aber mit einem einfachen Test und ein paar Regeln lassen sich Schmerzen vermeiden.

Author - Paula Hitzemann
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Hundepfoten verbrennen schneller auf dem heißen Asphalt als man denkt.
Hundepfoten verbrennen schneller auf dem heißen Asphalt als man denkt.KI-generiert.

Wenn die Temperaturen steigen, wird der Spaziergang für Hunde schnell zur Belastung, denn was für uns harmlos wirkt, kann für Vierbeiner schmerzhaft enden: aufgeheizter Asphalt. Gerade im Sommer drohen Verbrennungen an den empfindlichen Pfoten.

Asphalt wird heißer als gedacht

Sobald es draußen warm wird, heizen sich Straßen extrem auf. Schon bei 25 Grad Außentemperatur kann Asphalt rund 50 Grad erreichen, bei 30 Grad sogar bis zu 60 Grad. Für Menschen mit Schuhen kein Problem, für Hunde dagegen ein echtes Risiko.

Wenn <a href="https://www.berliner-kurier.de/panorama/sepsis-horror-hund-leckt-frau-ab-arme-und-beine-amputiert-li.10020612">Ihr Hund sich öfter die Pfoten leckt</a> oder nicht Spazieren gehen möchte, könnte es an Schmerzen an den Pfoten liegen.
Wenn Ihr Hund sich öfter die Pfoten leckt oder nicht Spazieren gehen möchte, könnte es an Schmerzen an den Pfoten liegen.Maximilian Buzun/IMAGO

Schon wenige Minuten auf heißem Untergrund können ausreichen, um Verletzungen zu verursachen. Besonders gefährdet sind Tiere mit empfindlichen Pfoten oder wenig Hornhaut.

Der 7-Sekunden-Test für den Alltag

Ob der Boden zu heiß ist, lässt sich ganz einfach prüfen. „Hundehalter müssen sieben Sekunden lang ihren Handrücken auf die Oberfläche halten. Wenn sie es nicht durchhalten, ist die Hitze des Untergrundes für Hundepfoten zu hoch“, erklärt Sarah Ross, Heimtierexpertin bei VIER PFOTEN. 

Vor allem zwischen 11 und 17 Uhr wird es kritisch, denn in dieser Zeit erreicht der Asphalt meist seine höchsten Temperaturen. Besser ist es deshalb, die Gassi-Runde in die frühen Morgenstunden oder auf den Abend zu legen. Zusätzlich hilft es, schattige Wege zu wählen, etwa im Park, auf Wiesen oder im Wald.

So lassen sich Hundepfoten schützen

Mit ein paar einfachen Maßnahmen können Halter Verbrennungen vorbeugen:
  • Pfotenbalsam: Cremes und Wachse legen einen Schutzfilm über die Ballen. Allerdings nutzen sie sich beim Laufen schnell ab und müssen regelmäßig erneuert werden.
  • Hundeschuhe: Für längere Strecken auf heißem Untergrund können spezielle Schuhe helfen. Wichtig ist, dass sie gut sitzen und den Hund nicht stören.
  • Andere Wege wählen: Asphalt möglichst vermeiden und auf grünere Strecken ausweichen.
Kontrollieren Sie regelmäßig die Pfoten Ihres Vierbeiners, um Verletzungen rechtzeitig zu erkennen.
Kontrollieren Sie regelmäßig die Pfoten Ihres Vierbeiners, um Verletzungen rechtzeitig zu erkennen.Nadezhda ZaitsevaI/IMAGO

Regelmäßige Kontrollen sind ebenfalls wichtig. Rötungen, Risse oder stark beanspruchte Ballen können erste Warnsignale sein.

Erste Hilfe bei verbrannten Pfoten

Zeigt der Hund Schmerzen, humpelt oder leckt sich ständig die Pfoten, sollte schnell gehandelt werden: Hund sofort aus der Hitze holen und Pfoten vorsichtig mit lauwarmem Wasser oder einem feuchten Tuch kühlen. „Bei Verbrennungen an den Pfoten muss auf jeden Fall der Tierarzt aufgesucht werden. Bis dahin müssen die betroffenen Pfoten gekühlt werden", rät Sarah Ross.

Gerade im Sommer gilt: lieber einmal mehr prüfen als zu spät reagieren. Für Hunde entscheidet der richtige Umgang mit Hitze darüber, ob der Spaziergang entspannt bleibt oder beim Tierarzt endet.

Wie schützen Sie Ihren Hund vor der Hitze? Schicken Sie ihnen den Artikel und uns einen Leserbrief per Mail an leser-bk@berlinerverlag.com.