Raupen-Plage

Achtung! Eichenprozessionsspinner-Gefahr auch in Parks in Potsdam und im Spreewald

Die Raupen mit ihren Gifthaaren machen auch vor Ausflugszielen im Spreewald und in Potsdam nicht halt. Manche Orte sind wegen der Eichenprozessionsspinner gesperrt.

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„Vorsicht Eichenprozessionsspinner!“ Ein Asperrband an einem Waldweg im Spreewald.
„Vorsicht Eichenprozessionsspinner!“ Ein Asperrband an einem Waldweg im Spreewald.Patrick Pleul/dpa

Nicht nur Berlin leidet unter den Eichenprozessionsspinnern, auch in Brandenburg breiten sich die lästigen Raupen mit ihren giftigen Brennhaaren immer weiter aus. Die Behörden informieren über Sperrungen von Parks und Ausflugsorten. Auch Potsdam und der Spreewald sind betroffen.

Gifthaare können schwere Allergie und Atemnot auslösen

In immer mehr Regionen in Brandenburg gibt es Einschränkungen durch den Eichenprozessionsspinner. Spaziergänge im Grünen sind vielerorts nur noch mit Vorsicht möglich. Parks, Spielplätze und Sportflächen mussten wegen des starken Befalls gesperrt werden. Auch im Spreewald, einer der bekanntesten Urlaubsregionen des Landes.

Die Kommunen arbeiten intensiv daran, die Nester der Raupen zu entfernen. Die Tiere können mit ihren giftigen Brennhaaren schwere allergische Reaktionen, Hautreizungen und Atembeschwerden auslösen. Als Gründe für die starke Ausbreitung gelten warme und trockene Frühjahre.

Ein Gespinstnest des Eichenprozessionsspinners (<em>Thaumetopoea processionea</em>) hängt an den Ästen einer Eiche.
Ein Gespinstnest des Eichenprozessionsspinners (Thaumetopoea processionea) hängt an den Ästen einer Eiche.Pia Bayer/dpa

Raupen-Plage in Potsdam-Sanssouci und auf der Pfaueninsel

In Potsdam sind Eichen in den Welterbe-Parks Sanssouci, Babelsberg und im Neuen Garten befallen, ebenso auf der Pfaueninsel. Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten lässt die Nester vor allem entlang von Wegen, über Sitzbänken und auf Liegewiesen absaugen. Eine vollständige Beseitigung sei jedoch nicht möglich.

In der Prignitz wurde der Eichenprozessionsspinner bereits vor einiger Zeit tagelang per Hubschrauber mit einem Biozid bekämpft. Das Besprühen mit Schädlingsbekämpfungsmittel vom Boden und der Luft aus ist eine Art der Abwehr. Das Umweltministerium in Potsdam erklärte jedoch, dass der Einsatz aufgrund des fortgeschrittenen Entwicklungsstadiums der Raupen derzeit nicht mehr geeignet sei. Man müsse bereits Maßnahmen für das kommende Jahr vorbereiten.

Eichenprozessionsspinner-Gefahr auch im Spreewald

In Lübben und Lübbenau im Spreewald kommt der Nachtfalter ebenfalls vermehrt vor, ebenso in der Gemeinde Kolkwitz. Auch in mehreren Parks im Stadtgebiet von Cottbus sind die Behörden aktiv. Im Eliaspark und im Spreeauenpark wurden zahlreiche befallene Bäume markiert; auch Gehölze im benachbarten Tierpark könnten betroffen sein. In Kolkwitz bleiben ein Friedhof und ein Sportplatz im Ortsteil Krieschow bis mindestens 22. Juni geschlossen.

Die Stadtverwaltung ruft die Bevölkerung zu äußerster Vorsicht in der Nähe von Eichen auf und weist darauf hin, Absperrungen und Warnschilder unbedingt zu beachten. Wer mit den Brennhaaren in Kontakt kommt, solle sofort die Kleidung wechseln und bei mindestens 60 Grad waschen. Zudem wird empfohlen, sich gründlich zu duschen und die Haare zu waschen.