Raupen-Invasion

Alarm in Berlin: So gefährlich sind die Brennhaare der Eichenprozessionsspinner

In Berlin breitet sich derzeit eine alarmierende Invasion des Eichenprozessionsspinners aus. Die Brennhaare können gefährlich sein. So schützen Sie sich.

Author - Sebastian Krause
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Der Eichenprozessionsspinner breitet sich derzeit rasant in Berlin aus. Das kann zu schweren Folgen führen.
Der Eichenprozessionsspinner breitet sich derzeit rasant in Berlin aus. Das kann zu schweren Folgen führen.imago/Berlinfoto

Raupen-Invasion in Berlin. Im gesamten Stadtgebiet gibt es derzeit ein erhöhtes Aufkommen des Eichenprozessionsspinners. Die Raupen dieses Schmetterlings schlüpfen bereits ab Mitte April und entwickeln ab dem dritten Larvenstadium im Juni Brennhaare. Diese sind gesundheitlich bedenklich und können zu entzündlichen Reaktionen führen.

Allergische Reaktionen und Atemwegsprobleme

Die Brennhaare befinden sich nicht nur an lebenden Raupen, sondern auch in alten oder verlassenen Nestern. Bei Kontakt können diese Haare allergische Reaktionen sowie Haut- und Atemwegsprobleme auslösen, wie das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg informiert.

Raupen und Nester bloß nicht anfassen

Die Symptome reichen von hautreizungsähnlichen Beschwerden und Entzündungen der Augen bis hin zu Atemnot. In schweren Fällen kann sogar ein allergischer Schock auftreten.

In jedem Fall gilt: Lebende oder tote Eichenprozessionsspinner oder die Nester auf gar keinen Fall anfassen.
In jedem Fall gilt: Lebende oder tote Eichenprozessionsspinner oder die Nester auf gar keinen Fall anfassen.imago/imageBROKER/D. Heckmann

Im Falle gesundheitlicher Probleme sollten Betroffene umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen und auf den möglichen Kontakt mit dem Eichenprozessionsspinner hinweisen. Grundsätzlich gilt: Lebende oder tote Raupen sowie Nester nicht anfassen.

Kleidung und Schuhe sofort wechseln und waschen

Ein sicherer Abstand ist einzuhalten. Sollte es zu einem Kontakt mit Brennhaaren kommen, ist es wichtig, diese nicht in Wohnräume zu übertragen. Betroffene sollten ihre Kleidung und Schuhe wechseln sowie waschen.

Eine häufige Verwechslung besteht zwischen den Nestern des Eichenprozessionsspinners und denen der harmlosen Gespinstmotte. Während Gespinstmotten Sträucher und kleinere Bäume mit Netzstrukturen überziehen, die viele hell gefärbte, ungefährliche Raupen beherbergen, sind die Nester des Eichenprozessionsspinners kompakter. Letztere sind ausschließlich an Eichenstämmen oder stärkeren Ästen zu finden.

Wie ist Ihre Meinung dazu? Bitte schreiben Sie uns: leser-bk@berlinerverlag.com