Sie cremen, pflegen und gönnen Ihrer Haut teure Pflegemittel. Und trotzdem bleibt der Anblick im Spiegel am Abend bitter. Der Teint sieht immer noch fahl aus. Viele vermuten jetzt, dass es am alltäglichen Stress, dem Schlafmangel oder sogar dem Alter liegt. Doch der wahre Haut-Killer könnte direkt in Ihrem Wohnzimmer oder Büro lauern: die Raumluft.
Heizungsluft, Klimaanlagen, Feinstaub: Sie machen unsere Haut kaputt
Nicht nur UV-Strahlen oder falsche Pflege setzen unserer Haut zu. Auch trockene Heizungsluft, Klimaanlagen oder Feinstaub in Innenräumen können dafür sorgen, dass die Haut schneller Feuchtigkeit verliert und fahl wirkt. Darauf weist der Luftqualitätsspezialist Coway (Hersteller von Luftreinigungs- und Wassertechnologie) gemeinsam mit dem Berliner Dermatologen Dr. Florian Nitsch hin.

Dass unsere Haut nach dem Aufstehen häufig frischer aussieht, als am Abend vor dem ins Bett gehen, sei nicht ungewöhnlich, betont Nitsch. Denn in der Nacht läuft die Regeneration unserer Haut auf Hochtouren. „Am Morgen ist sie meist gut durchfeuchtet, die Hautoberfläche erscheint glatter und reflektiert Licht besser.“ Im Laufe des Tages verliert sie dann jedoch immer mehr Feuchtigkeit. Das kann dann dazu führen, dass die Haut deutlich müder wirkt.
Der Haut-Killer liegt vor allem dort, wo wir uns am wohlsten fühlen oder durch die Arbeit täglich hin müssen: in Innenräumen. Durch die stundenlange Konfrontation mit Heizungsluft oder Klimaanlagen herrscht in den Räumen eine sehr geringe Luftfeuchtigkeit. „Diese Faktoren können die Hautbarriere belasten und dazu führen, dass die Haut schneller Feuchtigkeit verliert“, so Nitsch.

Statt also in verschiedene teure Cremes zu investieren, sollte lieber auch die Umgebung gecheckt werden. Denn diese nimmt erheblichen Einfluss auf unsere Hautgesundheit. Das ist aber noch längst nicht der einzige Haut-Killer. Nitsch: „Neben trockener Luft können auch Feinstaubpartikel, Pollen, flüchtige organische Verbindungen oder andere Belastungen in Innenräumen eine Rolle spielen. Die Auswirkungen sind meist subtil: Die Haut wirkt weniger frisch, empfindlicher oder trockener.
Gute Hautpflege ist nur die Basis, die Luftfeuchtigkeit ist aber entscheidend
Natürlich verändert sich durch schlechtere Raumluft die Haut nicht von heute auf morgen. Aber wer über mehrere Jahre solchen Bedingungen ausgesetzt ist, wird die Hautschädigung später im Gesicht bemerken. Die Haut besitze gewissermaßen ein Gedächtnis, sagt der Dermatologe. „Viele kleine Belastungen summieren sich über Jahre.“
Mit einer guten Hautpflege und Produkten, die zum Hauttypen passen, kann zwar dagegen angegangen werden, eine endgültige Lösung für das Problem, ist sie aber nicht. Sie bildet lediglich die Basis. Denn neben den richtigen Inhaltsstoffen einer Creme, spielten auch Bewegung, Ernährung, Schlaf und eben das Raumklima eine wichtige Rolle.
Aber wie hoch sollte die Luftfeuchtigkeit dann sein? Am besten sollen Werte zwischen 40 und 60 Prozent im Raum sein. Sollten die Werte dauerhaft darunterliegen, wird der Haut schneller Wasser entzogen. Deshalb lohnt es sich, auch das Raumklima zu checken. Wer aber nicht viel Geld für einen Luftbefeuchter ausgeben will, kann auch diese einfach Haushaltstricks anwenden.

Das können Sie in Ihrer Wohnung tun
Wäsche in der Wohnung trocknen: Feuchte Kleidung oder Handtücher geben beim Trocknen Wasser an die Raumluft ab und können so die Luftfeuchtigkeit erhöhen.
Schalen mit Wasser aufstellen: Stellen Sie eine Schüssel oder ein Gefäß mit Wasser auf die Fensterbank oder in die Nähe der Heizung. Durch die Wärme verdunstet das Wasser schneller.
Feuchtigkeit aus dem Bad nutzen: Nach dem Duschen können Sie die Badezimmertür geöffnet lassen, damit sich die warme, feuchte Luft in der Wohnung verteilt.
Beim Kochen Dampf entstehen lassen: Lassen Sie Töpfe beim Kochen möglichst ohne Deckel oder nur leicht abgedeckt, damit der Wasserdampf in den Raum gelangen kann.



