Auch ohne Klimaanlage

40 Grad Hitze! Diese Sofortmaßnahmen kühlen Ihre Wohnung

Diese schnellen, einfachen Maßnahmen bringen sofort etwas Abkühlung in überhitzte Räume. Auch ohne Klimaanlage.

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Bei der derzeitigen Hitzewelle ist es in vielen Wohnungen kaum noch auszuhalten. Da ist jeder Kühl-Tipp willkommen.
Bei der derzeitigen Hitzewelle ist es in vielen Wohnungen kaum noch auszuhalten. Da ist jeder Kühl-Tipp willkommen.Dmitrii Marchenko/Zoonar / Imago

Die Hitze haut heute nochmal mit voller Wucht rein, erneut um die 40 Grad heiß wird es werden. Die Wärme staut sich in den Wohnungen. Da ist jeder Tipp willkommen, der die Räume wenigstens ein klein wenig abkühlt. Probieren Sie diese Sofortmaßnahmen, die die Temperaturen absenken oder zumindest das Wärmeempfinden spürbar senken.

Tipp 1: Sonnenstrahlen konsequent aussperren

Der wichtigste Schritt ist, die Sonneneinstrahlung konsequent auszusperren. Denn nicht die warme Luft heizt die Wohnung am stärksten auf, sondern die kurzwellige Strahlung der Sonne, die durch Glas ungehindert eindringt und im Raum in Wärme umgewandelt wird. Wer Rollläden oder Jalousien hat, sollte sie sofort schließen. Wer keine hat, kann sich mit einem improvisierter Hitzeschild helfen: Eine Rettungsdecke, silberne Seite nach außen, ans Fenster geklemmt, reflektiert einen Großteil der Strahlung zurück.

Tipp 2: Feuchte Tücher aufhängen

Eine weitere Soforthilfe ist das Aufhängen feuchter Tücher oder Bettlaken. Der Effekt dahinter ist Verdunstungskälte: Wenn Wasser verdunstet, benötigt es Energie – diese Energie entzieht es der Umgebungsluft. Dadurch sinkt die Temperatur leicht, und die Luft fühlt sich frischer an. Besonders gut funktioniert das, wenn die Luftfeuchtigkeit noch nicht zu hoch ist. Also Achtung! Nicht übertreiben, sonst steigt die Luftfeuchtigkeit zu stark.

Tipp 3: Sofa und Textilien runterkühlen

Das Wärmeempfinden lässt sich deutlich senken, wenn man die Flächen kühlt, auf denen man sitzt. Polster und Kissen speichern Hitze besonders stark. Kühlt man sie kurz herunter, entsteht sofort ein angenehmer Effekt. Dafür reichen ein paar Minuten im Gefrierfach für Kissenbezüge oder leichte Decken (in einer Tüte, damit sie trocken bleiben). Auch Kühlakkus, in ein dünnes Tuch gewickelt und auf die Sofalehne oder unter ein Sitzkissen gelegt, sorgen schnell für spürbare Erleichterung.

Tipp 4: Küchen- oder Badezimmerboden kalt wischen

Auch der Küchen- oder Badezimmerboden kann zur Kühlung beitragen. Fliesen und Stein speichern Kälte gut. Wenn man sie mit kaltem Wasser wischt, entsteht zusätzlich Verdunstungskälte. Während das Wasser trocknet, wird der Umgebung Wärme entzogen. Gleichzeitig fühlt sich der Raum in Bodennähe sofort kühler an – ein Effekt, den man besonders barfuß deutlich merkt.

Tipp 5: Geräte komplett ausschalten

Auch das Ausschalten von Geräten bringt sofort etwas. Fernseher, Computer, Lampen, Ladegeräte – sie alle geben Wärme ab, selbst im Stand-by. Das Umweltbundesamt weist darauf hin, dass elektrische Geräte in Summe die Raumtemperatur messbar erhöhen können. Wer sie konsequent ausschaltet, reduziert interne Wärmequellen und verhindert, dass sich die Wohnung weiter aufheizt.

Tipp 6: Der Eis-Trick mit Ventilator

Und schließlich der Eis-Trick, für alle, die einen Ventilator haben. Ein Ventilator senkt zwar nicht die Raumtemperatur, aber er beschleunigt die Verdunstung und kühlt die Haut durch den Luftstrom. Stellt man eine Schüssel mit Eis oder sehr kaltem Wasser neben den Ventilator, nimmt der Luftstrom die kühlere, feuchtere Luft auf. Das sorgt für eine gefühlt deutlich niedrigere Temperatur.