Wir sind in der zweiten Hälfte des Jahres angekommen – und damit geht es schnurstracks auf Silvester zu. Auch dieses Jahr werden Raketen, Fontänen und Batteriefeuerwerk die Nacht zum Strahlen bringen, wenn Deutschland direkt ins neue Jahr schlittert. Doch schon jetzt geht er los, der Kampf gegen das Feuerwerk. Denn was die einen lieben, ist für andere eine Qual, die schnellstens verboten werden sollte. Jetzt kursieren sogar Fake-Meldungen: Im Namen des Innenministeriums wird verkündet, dass Feuerwerk schon bald verboten wird!
Feuerwerk verboten? Verband warnt vor Falschmeldung
Der Bundesverband Pyrotechnik teilte jetzt eine Meldung in den sozialen Netzwerken – sie verbreitet sich anscheinend über verschiedene Whatsapp-Kanäle. „Mit Wirkung zum 01. August 2026 ist das private Abbrennen von Feuerwerkskörpern der Kategorie F2 im gesamten Hoheitsgebiet der Bundesrepublik Deutschland untersagt“, heißt es dort. Das Verbot diene dem Schutz der öffentlichen Sicherheit.
Weiter heißt es, Feuerwerk sei untersagt, um Verletzungen, Sachschäden, Lärm und Belastungen der Umwelt zu verringern. „Ausnahmen können ausschließlich durch die zuständigen Behörden genehmigt werden.“ Man wolle Zuwiderhandlungen als Ordnungswidrigkeit verfolgen. Brisant: Unterzeichnet ist das Schreiben mit „Mit freundlichen Grüßen, im Bundesministerium des Innern“.

Wurde das Feuerwerksverbot jetzt etwa still und heimlich durchgesetzt – und dürfen in diesem Jahr keine Raketen und Feuerwerksbatterien mehr gezündet werden? Wer das dachte, hat sich geirrt. „Diese Meldung ist nicht echt! Ein solches Verbot gibt es nicht“, heißt es vom Bundesverband Pyrotechnik. Das Gegenteil sei der Fall.
„Auf der vergangenen Innenministerkonferenz wurden keine weiteren Einschränkungen für privates Silvesterfeuerwerk beschlossen.“ Stand jetzt darf also auch in diesem Jahr zum Jahreswechsel nach Herzenslust die Nacht zum Tag gemacht werden.
Feuerwerks-Gegner arbeiten jetzt mit Fake-Meldungen
Der Fall zeigt allerdings, wie Feuerwerks-Gegner inzwischen versuchen, gegen die Jahresend-Tradition vorzugehen. Sogar Falschmeldungen werden offenbar gezielt verbreitet, um das Feuerwerk endlich loszuwerden und allen, die es mögen, den Spaß zu verderben.
Auch deshalb startet am Mittwoch eine neue Kampagne, die zum Erhalt des Silvesterfeuerwerks beitragen soll. Mit „Feuerwerk bewahren“. „Ein zentrales Ziel der Kampagne ist die langfristige Anerkennung des Feuerwerks als immaterielles Kulturerbe der UNESCO in Deutschland“, heißt es auf der Seite der Kampagne.
Es ist eine Kampagne, die sicherlich für große Debatten sorgen wird. Denn schon bei der Fake-Meldung zum Feuerwerksverbot zeigt sich: einige wünschen sich nichts sehnlicher als ein Verbot. „Schade, nur Fake, aber bald Realität“, schreibt eine Frau. „Hoffentlich bald keine Todesangst mehr für all die Tiere! Keine überfüllten Notaufnahmen, keine überlastete Feuerwehr und Polizei. Keine Umweltbelastung, die in einer Nacht ein Drittel der Jahresbelastung ausmacht.“ Andere halten dagegen. „Gottseidank nur Fake. Muss man dieses Jahr einfach auf den Schrecken etwas mehr ins Feuerwerk investieren.“


