Ketchup im Test

Überraschung im Ketchup-Test: Nur ein Ost-Ketchup schafft die Bestnote

Von 23 getesteten Produkten überzeugt nur ein Ketchup wirklich beim Geschmack – doch der Test zeigt auch Probleme bei Zutaten und Qualität.

Author - Tobias Esters
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Große Auswahl, wenige Spitzenreiter: Von 23 getesteten Ketchups schneiden nur zwölf mit „gut“ ab (Symbolbild)
Große Auswahl, wenige Spitzenreiter: Von 23 getesteten Ketchups schneiden nur zwölf mit „gut“ ab (Symbolbild)Christin Klose/dpa-tmn

Ketchup geht immer. Auf Pommes, beim Grillen und manchmal sogar zu Nudeln. Doch welcher schmeckt wirklich nach Tomate und nicht nur nach Zucker? Genau das hat Stiftung Warentest jetzt untersucht und kommt zu einem überraschend klaren Ergebnis. Besonders ein Ketchup aus dem Osten hat die Experten überzeugt. 

Nur ein Ketchup überzeugt im Test

Die Experten haben insgesamt 23 Ketchups unter die Lupe genommen. Das Ergebnis ist eindeutig. Nur ein einziger schafft das, was viele versprechen. Den perfekten Geschmack: Fruchtig, würzig, leicht süß und angenehm frisch.

Der große Sieger kommt aus Erfurt. Es ist der Born Tomatenketchup. Für 1,99 Euro liefert er den besten Geschmack im Test und bekommt die Note 1,0.

Im Gesamturteil schafft allerdings kein Produkt die Bestnote. Die Tester haben nicht nur auf den Geschmack geschaut, sondern auch auf Zutaten, Schadstoffe und Verpackung. Am Ende schneiden viele Produkte immerhin gut ab. Insgesamt elf Ketchups liegen im guten Bereich.

Born Tomatenketchup überzeugt im Geschmackstest: Als einziger Ketchup erhält er die Note 1,0.
Born Tomatenketchup überzeugt im Geschmackstest: Als einziger Ketchup erhält er die Note 1,0.Ralph Kaiser/Stiftung Warentest

Auch für Kinder gibt es einen Gewinner. Der Bio Ketchup von Byodo (3,99 € für 300 ml) setzt sich in dieser Kategorie durch. Allerdings ist er deutlich teurer als viele andere Produkte im Test.

Wer sparen will, muss trotzdem nicht verzichten. Die günstigsten guten Ketchups kommen von Edeka und Lidl. Beide kosten nur 1,29 Euro für 500ml und schneiden trotzdem ordentlich ab.

Schadstoffe im Ketchup entdeckt

Doch im Test gibt es auch Schattenseiten. Einige Produkte enthalten Stoffe, die Sorgen machen. In drei Fällen fanden die Tester sogenannte Alternaria Toxine. Diese entstehen durch Schimmel auf Tomaten und stehen im Verdacht, gesundheitsschädlich zu sein. Ob sie für Menschen wirklich gefährlich sind, ist noch nicht abschließend geklärt.

Süßstoffe und Verpackung geraten in die Kritik

Besonders kritisch sehen die Experten Produkte mit Süßstoffen. Sie sparen zwar Kalorien, sorgen aber oft für einen künstlichen Geschmack. Der Süßstoff Sucralose ist außerdem schlecht für die Umwelt, weil er im Abwasser kaum abgebaut wird.

Auch bei der Verpackung gibt es klare Unterschiede. Glasflaschen schneiden besser ab, weil sie leichter recycelt werden können.

Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, macht seinen Ketchup einfach selbst. Und das geht so:

Eine Zwiebel wird fein gehackt und mit Knoblauch in einem großen Topf angedünstet. Dazu werden je nach Wahl geviertelte Tomaten hinzugefügt. Man lässt sie bei geringer Hitze köcheln und rührt gelegentlich um. Gewürzt wird mit Apfelessig, Senf und etwas Honig, Salz und Pfeffer. Je nach Geschmack kann man auch Möhren und weitere Gewürze wie Chili, Ingwer, Koriander oder Curry hinzufügen. Die eingekochte Masse pürieren und noch heiß in kleine, saubere Schraubgläser füllen.