Benzin-Schock

Wirtschaftsministerin Reiche warnt vor Sprit-Engpass ab April!

Die Preise steigen schon jetzt – doch bald könnte es noch schlimmer kommen. Ministerin Reiche warnt vor möglichen Engpässen beim Sprit im April.

Author - Tobias Esters
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Der Krieg treibt die Spritpreise in Deutschland weiter nach oben und sorgt bei Autofahrern für wachsende Sorgen
Der Krieg treibt die Spritpreise in Deutschland weiter nach oben und sorgt bei Autofahrern für wachsende SorgenPhilip Dulian/dpa

Der Krieg im Iran ist längst auch bei uns angekommen. Noch ist es nur der Blick auf die Preistafel an der Tankstelle, der vielen Autofahrern den Atem raubt. Doch jetzt schlägt die Bundeswirtschaftsministerin Alarm. Schon in wenigen Wochen könnte aus teurem Sprit ein echtes Problem werden.

Regierung warnt erstmals vor möglichen Engpässen

Denn während die Preise bereits spürbar steigen, wächst im Hintergrund die Sorge vor Engpässen. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche fand dafür auf einer Energiekonferenz in Houston klare Worte. „Momentan verfügen wir noch über ausreichend Treibstoff, doch wenn der Konflikt nicht bald ein Ende findet, rechnen wir im Zeitraum von Ende April bis Mai mit möglichen Engpässen“, warnte sie.

Das sorgt für Unruhe. Noch vor wenigen Tagen hatte ein Sprecher ihres Ministeriums betont, dass die Versorgung in Deutschland gesichert sei und es keine Engpässe bei Öl, Gas oder raffinierten Produkten gebe.

Reiche machte deutlich, dass die steigenden Energiepreise die deutsche Wirtschaft hart treffen. Wirtschaftsinstitute rechnen bereits mit massiven Einbußen. Im Raum stehen rund 40 Milliarden Euro Verlust, sollte das hohe Preisniveau anhalten. Gleichzeitig droht ein neuer Inflationsschub, der Verbraucher zusätzlich belastet und die ohnehin fragile Erholung der Wirtschaft ausbremst.

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche spricht auf der Energiekonferenz CERAWeek in Houston über die Folgen des Konflikts für Energiepreise und Versorgung in Deutschland.
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche spricht auf der Energiekonferenz CERAWeek in Houston über die Folgen des Konflikts für Energiepreise und Versorgung in Deutschland.RONALDO SCHEMIDT

Auch konkrete Berechnungen zeigen, wie ernst die Lage ist. Das Institut der deutschen Wirtschaft geht davon aus, dass ein Ölpreis von 100 Dollar pro Barrel Deutschland in den nächsten zwei Jahren rund 40 Milliarden Euro kosten könnte. Die Folge wären steigende Preise für Verbraucher, mit einem Plus von 0,8 Prozent in diesem Jahr und 1,0 Prozent im kommenden Jahr.

Regierung plant Eingriffe bei Spritpreisen

Die Politik steht unter Druck zu handeln. Der Bundestag beschäftigt sich bereits mit einem neuen Spritpreispaket. Tankstellen sollen ihre Preise künftig nur noch einmal am Tag erhöhen dürfen, während Senkungen jederzeit möglich bleiben. Ziel ist es, die Preissprünge zumindest etwas zu bremsen.

Wenn sich der Iran-Konflikt weiter zuspitzt, droht dem Ölmarkt ein echter Dauerschock: Entscheidend ist vor allem die Straße von Hormus, durch die ein großer Teil der weltweiten Öltransporte läuft.

Die Internationale Energieagentur warnt, dass Störungen dort gravierende Folgen für Versorgungssicherheit, Preise und Weltwirtschaft haben können; in ihrem März-Bericht 2026 spricht sie sogar von der größten Angebotsstörung in der Geschichte des globalen Ölmarkts, falls die Transporte nicht rasch wieder anlaufen.

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