In Ostdeutschland droht Chaos bei der Regierungsbildung nach Landtagswahlen: Sieben Monate vor der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern liegt die AfD in einer aktuellen Umfrage deutlich vor allen anderen Parteien. Und nicht nur dort!
AfD ist in Umfrage stärkste Kraft
In der repräsentativen Erhebung des Instituts Forsa im Auftrag der Ostsee-Zeitung kommt die Partei auf 37 Prozent. Die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig folgt mit großem Abstand bei 23 Prozent, die CDU erreicht 13 Prozent. Die Linke, derzeit Koalitionspartner der SPD in Schwerin, landet bei 11 Prozent. Gewählt wird am 20. September.

Regierungsbildung immer schwieriger
Für FDP und Grüne wäre nach derzeitigem Stand der Einzug in den Landtag außer Reichweite. Die Liberalen kommen auf 2 Prozent, die Grünen auf 4 Prozent. Das BSW, bislang nicht im Schweriner Parlament vertreten, liegt mit 5 Prozent genau an der Fünf-Prozent-Hürde.
Für Schwesig würden diese Zahlen das Aus für eine Neuauflage von Rot-Rot bedeuten, die Regierungsmehrheit wäre futsch. Sie müsste zusätzlich die CDU ins Boot holen, um eine Mehrheit im Landtag zu erreichen. Bei der vergangenen Landtagswahl 2021 hatte die SPD mit 39,6 Prozent klar gewonnen. Die AfD kam damals auf 16,7 Prozent, sie hat sich also bis heute mehr als verdoppelt!

AfD auch in Sachsen-Anhalt bei fast 40 Prozent
Und Mecklenburg-Vorpommern ist nicht das einzige Ost-Bundesland, wo die AfD auf Rekordwerte wächst. In Sachsen-Anhalt, wo ebenfalls im September gewählt wird, liegt sie nach jüngsten Umfragen bei sogar 39 Prozent.
Für die Umfrage in Mecklenburg-Vorpommern wurden vom 9. bis 16. Februar insgesamt 1003 Wahlberechtigte befragt. Und Meinungsforscher weisen darauf hin, dass Wahlumfragen stets Momentaufnahmen sind und keine Prognosen für den Wahlausgang darstellen.


