Wintereinbruch

Gefahren durch Eis und Schnee: Was Sie jetzt wissen sollten!

Der Winter hat die Bundesrepublik fest im Griff. Überall herrscht Glättegefahr. Welche Folgen das Wetter hat.

Author - Sharone Treskow
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Auch in Frankfurt ist fleißig Schnee gefallen.
Auch in Frankfurt ist fleißig Schnee gefallen.Matias Basualdo/imago

Deutschland rutscht nach einem eisigen Wochenstart auch am Dienstag weiter: Ständige Feuchtigkeit, die immer wieder einfriert, sorgt für gefährliches Eis auf den Straßen und Gehwegen. Dazu kommt noch mehr Schnee! Wo man am Dienstag besonders aufpassen muss und wie kalt es wird, erfahren Sie hier.

Warnung vor Glätte in ganz Deutschland

Der Deutsche Wetterdienst hat für Dienstag eine bundesweite Wetterwarnung der Stufe 1  herausgegeben: „Nahezu landesweit Frost sowie Glätte durch gefrierenden Regen oder gefrierende Nässe.“

Für den Kern Deutschlands zwischen Hamburg, Potsdam, Nürnberg und Düsseldorf gilt sogar eine Warnung vor markantem Wetter der Stufe 2. Hier wird empfohlen, nicht notwendige Fahrten und Aufenthalte im Freien zu vermeiden.

Sowohl in Berlin als auch im Rest von Deutschland müssen sich Fußgänger wieder auf spiegelglatte Wege einstellen – vor allem, wo nicht vernünftig gestreut worden ist, gilt höchste Vorsicht! Auch im Straßenverkehr sollte man wachsam sein. In der Nacht zu Dienstag gab es Glätteunfälle in Bayern und Nordrhein-Westfalen, aber zum Glück keine Verletzten.

Glätteunfall: Ein Pkw steht nach einem Unfall zerstört auf der Fahrbahn in Solingen.
Glätteunfall: Ein Pkw steht nach einem Unfall zerstört auf der Fahrbahn in Solingen.Gianni Gattus/dpa

Neuschnee in Brandenburg

Am Dienstag hält Tief „Marilu“ Deutschland fest im Griff. „Im Südosten kommt zwar die Sonne raus – aber das ist leider nur eine kurze Beruhigung, denn die Tiefs aus Westen lassen nicht locker“, berichtet Meteorologe Björn Alexander von wetter.de.

„Gleichzeitig hält im Nordosten die kalte Luft dagegen: eine sogenannte Grenzwetterlage mit einer Luftmassengrenze diagonal über Deutschland“, erklärt er weiter. „In diesem Übergangsbereich kann es wieder Glätte durch Schnee oder gefrierenden Regen geben.“ Das werde auch in der Nacht zu Mittwoch wieder passieren.

In ganz Deutschland kann es am Dienstag zu leichten Schneefällen kommen.
In ganz Deutschland kann es am Dienstag zu leichten Schneefällen kommen.Matias Basualdo/imago

Viel Schnee wird am Dienstag wieder in der Region um Nürnberg beziehungsweise in Franken erwartet, wo am Montag schon 25 bis 30 Zentimeter zusammengekommen sind: Wegen drohender Schneeabbrüche sollte man sich in Erlangen keinen Häusern nähern. Außerdem soll es im Süden Brandenburgs am Dienstagvormittag kräftig schneien. Leichten Schneefall kann es bundesweit geben.

In Bayern hatte es am Montag so heftig geschneit, dass man in manchen Städten davor gewarnt wurde, das Haus zu verlassen.
In Bayern hatte es am Montag so heftig geschneit, dass man in manchen Städten davor gewarnt wurde, das Haus zu verlassen.Omar Bellandi/imago

Deutschland zittert weiter bei Minusgraden

„Im Nordosten Deutschlands bleibt es generell kühl bei Höchstwerten um die 0 Grad“, erklärt der Meteorologe weiter. In Berlin liegen die Tiefsttemperaturen bei minus 3 Grad, wobei sie sich kälter anfühlen werden. In Dresden zittern die Sachsen sogar bei bis zu minus 4 Grad. Minus 2 Grad sind es in München und minus 1 Grad in Hamburg.

In ganz Deutschland bleiben die Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Perfekt zum Schneemannbauen, so wie hier in Frankfurt.
In ganz Deutschland bleiben die Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Perfekt zum Schneemannbauen, so wie hier in Frankfurt.Matias Basualdo/imago

Schulausfall in Franken, keine Trams in Berlin

Der Straßenbahnverkehr in Berlin wurde aufgrund von vereisten Oberleitungen abgesagt. Der Verkehr bleibe auf jeden Fall am Dienstagvormittag weiter eingestellt, teilen die Berliner Verkehrsbetriebe mit. „Solange sich die Temperaturen kaum über null Grad bewegen, bildet sich immer wieder neues Eis. Die Enteisung der Oberleitungen dauert daher an.“

Zu Wochenbeginn kam mancherorts auch der Busverkehr zum Erliegen, weswegen viele Schulen geschlossen blieben. Auch heute dürfte nicht alles nach Plan laufen: Wegen des Winterwetters mit heftigen Schneefällen haben mehrere fränkische Landkreise den Präsenzunterricht abgesagt. Nach einer Liste des Kultusministeriums soll es in einigen Landkreisen sowie unter anderem in Nürnberg, Erlangen und Bamberg keinen Unterricht an den Schulen geben.

New York unter Schnee begraben

Auch wenn große Teile Deutschlands unter einer weißen Schneedecke liegen – die Menge reicht nicht an die Schneemassen in den USA heran! In vielen US-Städten müssen sich die Menschen wegen eines verheerenden Wintersturms durch regelrechte Schneehaufen kämpfen. Im New Yorker Central Park lag der Schnee laut dem Sender CBS News am Sonntag mit fast 30 Zentimetern so hoch wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen.

In New York hat es zum Wochenstart heftigen Schneefall gegeben.
In New York hat es zum Wochenstart heftigen Schneefall gegeben.Jeff Rivera/dpa

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