Deutschland rutscht nach einem eisigen Wochenstart auch am Dienstag weiter: Ständige Feuchtigkeit, die immer wieder einfriert, sorgt für gefährliches Eis auf den Straßen und Gehwegen. Dazu kommt noch mehr Schnee! Wo man am Dienstag besonders aufpassen muss und wie kalt es wird, erfahren Sie hier.
Warnung vor Glätte in ganz Deutschland
Der Deutsche Wetterdienst hat für Dienstag eine bundesweite Wetterwarnung der Stufe 1 herausgegeben: „Nahezu landesweit Frost sowie Glätte durch gefrierenden Regen oder gefrierende Nässe.“
Für den Kern Deutschlands zwischen Hamburg, Potsdam, Nürnberg und Düsseldorf gilt sogar eine Warnung vor markantem Wetter der Stufe 2. Hier wird empfohlen, nicht notwendige Fahrten und Aufenthalte im Freien zu vermeiden.
Sowohl in Berlin als auch im Rest von Deutschland müssen sich Fußgänger wieder auf spiegelglatte Wege einstellen – vor allem, wo nicht vernünftig gestreut worden ist, gilt höchste Vorsicht! Auch im Straßenverkehr sollte man wachsam sein. In der Nacht zu Dienstag gab es Glätteunfälle in Bayern und Nordrhein-Westfalen, aber zum Glück keine Verletzten.

Neuschnee in Brandenburg
Am Dienstag hält Tief „Marilu“ Deutschland fest im Griff. „Im Südosten kommt zwar die Sonne raus – aber das ist leider nur eine kurze Beruhigung, denn die Tiefs aus Westen lassen nicht locker“, berichtet Meteorologe Björn Alexander von wetter.de.
„Gleichzeitig hält im Nordosten die kalte Luft dagegen: eine sogenannte Grenzwetterlage mit einer Luftmassengrenze diagonal über Deutschland“, erklärt er weiter. „In diesem Übergangsbereich kann es wieder Glätte durch Schnee oder gefrierenden Regen geben.“ Das werde auch in der Nacht zu Mittwoch wieder passieren.

Viel Schnee wird am Dienstag wieder in der Region um Nürnberg beziehungsweise in Franken erwartet, wo am Montag schon 25 bis 30 Zentimeter zusammengekommen sind: Wegen drohender Schneeabbrüche sollte man sich in Erlangen keinen Häusern nähern. Außerdem soll es im Süden Brandenburgs am Dienstagvormittag kräftig schneien. Leichten Schneefall kann es bundesweit geben.

Deutschland zittert weiter bei Minusgraden
„Im Nordosten Deutschlands bleibt es generell kühl bei Höchstwerten um die 0 Grad“, erklärt der Meteorologe weiter. In Berlin liegen die Tiefsttemperaturen bei minus 3 Grad, wobei sie sich kälter anfühlen werden. In Dresden zittern die Sachsen sogar bei bis zu minus 4 Grad. Minus 2 Grad sind es in München und minus 1 Grad in Hamburg.

Schulausfall in Franken, keine Trams in Berlin
Der Straßenbahnverkehr in Berlin wurde aufgrund von vereisten Oberleitungen abgesagt. Der Verkehr bleibe auf jeden Fall am Dienstagvormittag weiter eingestellt, teilen die Berliner Verkehrsbetriebe mit. „Solange sich die Temperaturen kaum über null Grad bewegen, bildet sich immer wieder neues Eis. Die Enteisung der Oberleitungen dauert daher an.“
Zu Wochenbeginn kam mancherorts auch der Busverkehr zum Erliegen, weswegen viele Schulen geschlossen blieben. Auch heute dürfte nicht alles nach Plan laufen: Wegen des Winterwetters mit heftigen Schneefällen haben mehrere fränkische Landkreise den Präsenzunterricht abgesagt. Nach einer Liste des Kultusministeriums soll es in einigen Landkreisen sowie unter anderem in Nürnberg, Erlangen und Bamberg keinen Unterricht an den Schulen geben.
New York unter Schnee begraben
Auch wenn große Teile Deutschlands unter einer weißen Schneedecke liegen – die Menge reicht nicht an die Schneemassen in den USA heran! In vielen US-Städten müssen sich die Menschen wegen eines verheerenden Wintersturms durch regelrechte Schneehaufen kämpfen. Im New Yorker Central Park lag der Schnee laut dem Sender CBS News am Sonntag mit fast 30 Zentimetern so hoch wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen.




