Sommerurlaub 2026

Neue Hinweise für 14 Länder: Was Millionen deutsche Urlauber jetzt wissen müssen

Von Dubai bis Südafrika: Das Auswärtige Amt hat die Sicherheitshinweise für 14 Reiseziele aktualisiert.

Author - Tobias Esters
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Für 14 beliebte Reiseziele hat das Auswärtige Amt neue Sicherheitshinweise herausgegeben – Millionen deutsche Urlauber sind betroffen. (Symbolfoto)
Für 14 beliebte Reiseziele hat das Auswärtige Amt neue Sicherheitshinweise herausgegeben – Millionen deutsche Urlauber sind betroffen. (Symbolfoto)Olaf Schuelke/IMAGO

Wer gerade seinen Sommerurlaub plant, sollte einen kurzen Blick auf die Website des Auswärtigen Amts werfen. In der zweiten Maiwoche hat die Behörde die Reise- und Sicherheitshinweise für 14 Länder aktualisiert, darunter einige der beliebtesten Fernreiseziele deutscher Urlauber. Von Dubai bis Südafrika, von Kenia bis Bolivien: Die Lage ist unübersichtlich, aber nicht überall gleich ernst.

Dubai und Katar: Dringendes Abraten

Die schärfste Einstufung trifft zwei der wichtigsten Drehkreuze im internationalen Flugverkehr. Von Reisen in die Vereinigten Arabischen Emirate wird vom Auswärtigen Amt dringend abgeraten. Für Katar gilt dasselbe. Ende Februar 2026 begannen militärische Auseinandersetzungen zwischen den USA, Israel und dem Iran. Am 8. April einigten sich die Parteien auf eine Waffenruhe, doch die Sicherheitslage in der gesamten Region bleibt angespannt.

Die formelle Reisewarnung wurde zum 1. Mai aufgehoben, die Ampel sprang von Rot auf Gelb. Pauschalreiseveranstalter müssen Flüge mit Umstieg in Dubai oder Doha nun nicht mehr stornieren, das kostenfreie Rücktrittsrecht entfällt.

Wer über Dubai oder Doha umsteigt, sollte dennoch Alternativrouten prüfen. Das Risiko einer kurzfristigen Verschärfung der Sicherheitslage und erneuter Einschränkungen des Flugverkehrs besteht unvermindert fort.

Dubai zählt jährlich rund 660.000 deutsche Besucher – derzeit rät das Auswärtige Amt von Reisen in die VAE dringend ab.
Dubai zählt jährlich rund 660.000 deutsche Besucher – derzeit rät das Auswärtige Amt von Reisen in die VAE dringend ab.Fatima Shbair/AP/dpa

Südafrika liefert das Paradox dieser Reisesaison: Die Zahl deutscher Touristen stieg zuletzt um 31 Prozent, gleichzeitig warnt das Auswärtige Amt vor Besuchen der Innenstädte von Johannesburg, Pretoria und Durban, unabhängig von der Tageszeit. Aktuell kommen Sturmböen, überflutete Straßen und gestrichene Flüge am Flughafen Kapstadt hinzu.

Kenia und Bolivien: Treibstoffmangel und Streiks

In Kenia gibt es Treibstoffengpässe, und Teile mehrerer Regionen wurden wegen Bandenangriffen als besonders gefährdet eingestuft. In Bolivien ist die Lage noch konkreter: Seit Anfang Mai 2026 sitzen Touristen wegen eines unbefristeten Streiks fest, wichtige Verbindungsrouten sind blockiert. Das Auswärtige Amt rät, in der Unterkunft zu bleiben und Blockaden keinesfalls zu Fuß zu umgehen.

Diese 14 Länder hat das Auswärtige Amt zuletzt mit neuen Hinweisen versehen:
  • VAE / Dubai
  • Katar
  • Südafrika
  • Kenia
  • Aserbaidschan
  • Tschad
  • Jamaika
  • Namibia
  • Bolivien
  • Bangladesch
  • Fidschi
  • Dominica
  • Grenada
  • St.Lucia
Kapstadt lockt jährlich knapp 300.000 deutsche Touristen an – aktuell sorgen Unwetter und Flugausfälle für zusätzliche Unsicherheit.
Kapstadt lockt jährlich knapp 300.000 deutsche Touristen an – aktuell sorgen Unwetter und Flugausfälle für zusätzliche Unsicherheit.Christian Selz/dpa-tmn

Viele Urlauber kennen den Unterschied nicht, dabei ist er entscheidend. Eine Reisewarnung ist die höchste Stufe und kann bei Pauschalreisen ein starkes Argument für eine kostenfreie Stornierung sein. Wer eine Pauschalreise gebucht hat, kann bei bestehender Reisewarnung kostenfrei von der Reise zurücktreten.

Ein dringendes Abraten klingt ähnlich dramatisch, ist rechtlich aber eine Stufe darunter und begründet nicht automatisch ein kostenloses Stornorecht. Eine Teilreisewarnung betrifft nur bestimmte Regionen eines Landes. Sicherheitshinweise weisen auf erhöhte Risiken hin, lösen in der Regel aber keine Stornorechte aus.

Was Urlauber jetzt rechtlich beachten sollten

Warten Sie auf die offizielle Absage des Veranstalters, bevor Sie selbst kündigen. Und prüfen Sie Ihre Reiseversicherung auf Ausschlussklauseln, denn nicht jede Police greift bei einem dringenden Abraten automatisch.

Die Lage ändert sich derzeit schnell. Wer für den Sommer gebucht hat, muss nicht in Panik verfallen, sollte aber deutlich genauer hinschauen als sonst. Das Auswärtige Amt empfiehlt, sich in der Krisenvorsorgeliste ELEFAND zu registrieren und die App „Sicher Reisen" zu installieren. 

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