Wird Hertha BSC jetzt zur Traumfabrik? Die Blau-Weißen gewinnen auch das fünfte Liga-Spiel in Folge, wieder ohne Gegentor. Hertha gewinnt 1:0 (0:0) bei Bundesliga-Absteiger Holstein Kiel und ist jetzt mittendrin im Aufstiegskampf - jetzt Platz 5. Und weil das nicht märchenhaft genug ist: Der Siegtorschütze ist Dawid Kownacki, der als Joker nach langer Verletzungspause sein Traum-Comeback feiert.
Hertha-Trainer Stefan Leitl hatte sein Team etwas umgebaut. Kämpfer Deyo Zeefuik spielte als rechter Außenverteidiger, dafür rückte Linus Gechter in die Innenvereidigung. Routinier Toni Leistner gönnte der Coach eine Pause, schließlich steigt Dienstag der Pokalhit gegen Kaiserslautern. Für den angeschlagenen Diego Demme kam Wunderkind Kennet Eichhorn nach seiner Gelbsperre zurück ins Team.
Eichhorn sieht sofort Gelb
Eichhorn holte sich nach nur drei Minuten seine sechste Gelbe der Saison nach einem unglücklichen Tritt auf den Fuß des Kielers Phil Harris ab. Die Szene machte klar: Die Blau-Weißen gingen von Anfang an robust zur Sache und dominierten danach das Spiel. Michael Cuisance hatte die erste Torchance. Sein Schlenzer ging knapp links am Tor vorbei (12.).
Dann in der 26.Minute die Chance zum 1:0. Eine Ecke von Cuisamce hatte Marton Dardai mit dem Hinterkopf auf den langen Pfosten weitergeleitet. Stürmer Luca Schuler verstolperte den Ball, ein Kieler blockte ab, auch der Nachschuss von Paul Seguin wurde auf der Torlinie gestoppt. Das hätte die Führung sein müssen. So ging es mit einem 0:0 in die Pause.

Kownacki trifft zehn Minuten nach seiner Einwechslung
Im zweiten Durchgang drückten Hertha-Profis immer weiter und die Torchancen häuften sich. Fabian Reeses Kopfball streifte knapp am linken Pfosten vorbei (52.). Cuisance scheiterte mit einem 20 Meter-Schuss (64.).



