Der Traum vom ersten großen Titel seiner jungen Karriere lebt. Superjuwel Ibo Maza (20) ist mit Algerien im Viertelfinale des Afrika-Cups. Der Ex-Herthaner, der jetzt für Bayer Leverkusen spielt, machte mit den Wüstenfüchsen einen Riesenschritt, der aber quälend war. Erst in der Verlängerung gewann Algerien mit 1:0 das Achtelfinale gegen DR Kongo.
Ein Traumtor seines Kollegen Adil Boulbina in der 119. Minute aus 20 Metern direkt in den rechten Winkel sah Maza nur noch von der Bank aus. Nach 83 Minuten war für den Edeltechniker Schluss. Er wurde bei der zähen Partie ausgewechselt. Mit spielerischer Eleganz und Tricks war gegen Kongo nichts zu holen. In der 42. Minute hatte Maza die erste echte Torchance für Algerien, sein Ball ging knapp neben den rechten Pfosten.
In den Gruppenspielen legte Maza gleich dreimal eine Gala hin. Ein Joker-Tor beim Auftakt gegen Sudan (3:0), dann in der Startelf ein 1:0 gegen Burkina Faso und eine Topleistung. Doch danach sagte er selbstkritisch: „Wir hätten das Spiel früher zumachen können, wenn ich eine der Möglichkeiten genutzt hätte. Das macht mich ein bisschen wütend.“
Algerien feiert Ibo als Mazadona
In der letzten Vorrundenpartie beim 3:1 gegen Äquatorialguinea dann die nächste Glanzvorstellung des ehemaligen Herthaners – sein zweites Turnier-Tor und ein weiteres vorbereitet. In Algerien wurde er von den Fans spontan zu „Mazadona“ (nach Argentiniens verstorbener Fußball-Ikone Diego Maradona) umgetauft und gefeiert. Ibo ist jetzt schon die Entdeckung des Afrika-Cups. Doch er will mehr.

Als sich der gebürtige Berliner Maza im September 2024 entschied, nicht mehr für Deutschlands U20 zu spielen und zukünftig für Algerien, das Heimatland seines Vaters, aufzulaufen, begründete er es so: „Da habe ich die Chance, sofort für das A-Nationalteam zu spielen. Ich will beim Afrika-Cup dabei sein. Es geht um den Titel. Danach ist im Sommer 2026 die WM.“




