Hertha BSC

Ibo Maza, noch drei Siege bis zum ersten großen Titel

Das Fußballmärchen von Herthas Superjuwel Ibo Maza geht weiter. Mit Algerien steht er beim Afrika-Cup im Viertelfinale.

Author - Wolfgang Heise
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Herthas ehemaliges Supertalent Ibo Maza glänzt beim Afrika-Cup im Nationalteam von Algerien. Nach dem 1:0 gegen DR Kongo steht Maza im Viertelfinale.
Herthas ehemaliges Supertalent Ibo Maza glänzt beim Afrika-Cup im Nationalteam von Algerien. Nach dem 1:0 gegen DR Kongo steht Maza im Viertelfinale.Bouhara Hamza/ABACA/Imago

Der Traum vom ersten großen Titel seiner jungen Karriere lebt. Superjuwel Ibo Maza (20) ist mit Algerien im Viertelfinale des Afrika-Cups. Der Ex-Herthaner, der jetzt für Bayer Leverkusen spielt, machte mit den Wüstenfüchsen einen Riesenschritt, der aber quälend war. Erst in der Verlängerung gewann Algerien mit 1:0 das Achtelfinale gegen DR Kongo.

Ein Traumtor seines Kollegen Adil Boulbina in der 119. Minute aus 20 Metern direkt in den rechten Winkel sah Maza nur noch von der Bank aus. Nach 83 Minuten war für den Edeltechniker Schluss. Er wurde bei der zähen Partie ausgewechselt. Mit spielerischer Eleganz und Tricks war gegen Kongo nichts zu holen. In der 42. Minute hatte Maza die erste echte Torchance für Algerien, sein Ball ging knapp neben den rechten Pfosten.

In den Gruppenspielen legte Maza gleich dreimal eine Gala hin. Ein Joker-Tor beim Auftakt gegen Sudan (3:0), dann in der Startelf ein 1:0 gegen Burkina Faso und eine Topleistung. Doch danach sagte er selbstkritisch: „Wir hätten das Spiel früher zumachen können, wenn ich eine der Möglichkeiten genutzt hätte. Das macht mich ein bisschen wütend.“

Algerien feiert Ibo als Mazadona

In der letzten Vorrundenpartie beim 3:1 gegen Äquatorialguinea dann die nächste Glanzvorstellung des ehemaligen Herthaners – sein zweites Turnier-Tor und ein weiteres vorbereitet. In Algerien wurde er von den Fans spontan zu „Mazadona“ (nach Argentiniens verstorbener Fußball-Ikone Diego Maradona) umgetauft und gefeiert. Ibo ist jetzt schon die Entdeckung des Afrika-Cups. Doch er will mehr.

Ibo Maza (M.) läuft den Kongolesen Edo Kayembe und Gaa Kakuta davon.
Ibo Maza (M.) läuft den Kongolesen Edo Kayembe und Gaa Kakuta davon.Vincent KAMTO/Imago

Als sich der gebürtige Berliner Maza im September 2024 entschied, nicht mehr für Deutschlands U20 zu spielen und zukünftig für Algerien, das Heimatland seines Vaters, aufzulaufen, begründete er es so: „Da habe ich die Chance, sofort für das A-Nationalteam zu spielen. Ich will beim Afrika-Cup dabei sein. Es geht um den Titel. Danach ist im Sommer 2026 die WM.“

Sonnabend spielt Maza im Viertelfinale gegen Nigeria

Noch drei Siege fehlen. Das Viertelfinale am Sonnabend wird eigentlich zum vorgezogenen Endspiel des Turniers gegen den Topfavoriten Nigeria. Das Spiel wird noch härter als gegen DR Kongo. Kommt Maza mit Algerien weiter, wartet vier Tage später im Halbfinale entweder Kamerun oder Gastgeber Marokko. Das Endspiel des Afrika-Cups steigt am 18. Januar. Mazas Traum von der ersten Trophäe lebt.