Jetzt zählt nur noch eins: gewinnen. Hertha BSC steht vor dem ersten echten Endspiel im Aufstiegsrennen der 2. Bundesliga. In Dresden entscheidet sich, ob der Traum von der Rückkehr in die Bundesliga weiterlebt. Trainer Stefan Leitl muss liefern – und im kniffligen blau-weißen Personal-Puzzle die richtige Elf finden.
Hertha braucht in Dresden zwingend den Sieg
Hertha BSC fährt mit Wucht nach Dresden – und mit Druck im Gepäck. Sieben Spieltage vor Schluss gibt es keine Ausreden mehr. Nur ein Sieg hält den Aufstiegstraum am Leben. Nach dem wilden 5:2 in Düsseldorf ist die Hoffnung zurück. Doch jetzt muss sie standhalten.
Das Problem: Dynamo Dresden ist alles andere als ein dankbarer Gegner. Abstiegsangst? Ja. Formkrise? Nein. Die Sachsen haben sich gefangen, kämpfen, beißen, laufen.
Dynamo Dresden kämpft ums Überleben
Hinzu kommen vor dem Alles-oder-nichts-Spiel neue Verletzungssorgen. U21-Nationalspieler und Verkaufskandidat Linus Gechter droht nach einer Schulterverletzung im EM-Qualifikationsspiel in Griechenland sogar das Saison-Aus. Für ihn dürfte Toni Leistner an die Seite von Márton Dárdai rücken. Das Gute: Der Routinier wird in seiner Heimat und gegen seinen Ex-Klub Dynamo Dresden brennen. Mehr Motivation geht nicht.

Dazu rückt wohl Mentalitätsmonster Deyo Zeefuik für Niklas Kolbe wieder in die Abwehr. Ansonsten wird die Startelf für Leitl ein Puzzle, das kaum aufgeht. Vor allem im Mittelfeld beginnt das große Grübeln.
Cuisance sorgt für Spannung bei Hertha BSC
Ballverteiler Michael Cuisance scharrt nach abgesessener Gelb-Sperre wieder mit den Hufen – und sorgt sofort für Spannung. Zuletzt glänzte Josip Brekalo in der Zentrale. „Beides sind sehr gute Spieler am Ball. Vergleiche sind immer schwer“, erklärt Fabian Reese. Herthas Kapitän bleibt diplomatisch: „Ich verstehe mich sehr gut mit Josip, wir reden viel auf dem Platz und ergänzen uns gut. Aber ich freue mich genauso, wenn Micka wieder dabei ist.“

Die Frage ist dann nur: Wen nimmt Leitl raus? Nach dem Offensivfeuerwerk in Düsseldorf eigentlich keinen. Klar ist: Reese ist gesetzt. Brekalo auch. Wenn Cuisance beginnt, rückt Brekalo wohl wieder auf den Flügel. Leidtragender wäre Marten Winkler, der zuletzt mit seinem Tor in Arjen-Robben-Manier glänzte. Kurzum: Ein Härtefall ist garantiert. Mindestens.
Wunderkind Eichhorn in Dresden wieder im Hertha-Kader
Wunderkind Kennet Eichhorn ist noch keine Startelf-Option, könnte nach seiner Sprunggelenksverletzung aber erstmals seit Mitte Januar wieder im Kader stehen – und in den kommenden Spielen Hertha BSC helfen.




