Alles schon vorbei oder geht in den restlichen fünf Spielen doch noch was? Der Endspurt in der verrückten, engen Zweiten Liga startet jetzt. Nach der 0:1-Heimpleite gegen Kaiserslautern sind die Aufstiegschancen von Hertha BSC auf ein Minimum geschrumpft. Doch Relegationsplatz 3 ist noch immer drin. Für das blau-weiße Wunder können ausgerechnet die Freunde vom Karlsruher SC sorgen.
KSC spielt gegen drei Hertha-Konkurrenten
Wie denn das? Der KSC spielt der Reihe nach gegen Herthas unmittelbare Konkurrenten. Freitag bei der SV Elversberg (Platz 4 mit 52 Punkten), eine Woche später gegen Hannover (Platz 3 mit 53 Punkten) und dann gegen Darmstadt (Platz 5 mit 50 Punkten). Freundschaftliche Schützenhilfe ist jetzt angesagt.
Die nützt aber nur etwas, wenn Hertha (Platz 6 mit 47 Punkten) selbst die nächsten drei Spiele in Braunschweig am Sonntag, dann gegen Kiel und in Magdeburg gewinnt. So könnte es tatsächlich doch noch zum unverhofften Krimi um den Relegationsplatz an den letzten beiden Spieltagen kommen.
Hertha hat dann noch ein Heimspiel gegen Fürth. Das Saisonfinale findet in Bielefeld statt. Auf dem Papier haben die Blau-Weißen das leichteste Restprogramm. Hannover muss neben dem KSC noch beim Tabellenzweiten Paderborn, gegen Münster, in Bochum und gegen Nürnberg ran. Elversberg spielt noch in Darmstadt, gegen Paderborn, in Düsseldorf und gegen Münster. Darmstadt wiederum hat neben dem KSC und Elversberg noch Fürth, Münster und Paderborn als Gegner.

Leistner: „Die letzten fünf Spiele gewinnen“
Mittelfeldstratege Paul Seguin: „Es sind es noch fünf Spiele, in denen wir einfach alles raushauen müssen – und dann schauen wir, wofür das reicht.“ Das Team hat sich nach dem enttäuschenden Rückrundenstart (nur sechs Punkte aus sechs Spielen) nicht hängen lassen. Der Aufstieg wurde im Februar offiziell abgehakt. Danach gab es eine Aufholjagd, die vergangenen Sonntag erst mal beim 0:1 gegen Lautern gestoppt wurde.


