Hertha BSC verliert gegen den 1. FC Kaiserslautern mit 0:1 (0:0) – und kassiert einen brutalen Nackenschlag im Aufstiegsrennen der 2. Bundesliga. Ausgerechnet Wunschstürmer Mergim Berisha trifft kurz nach der Pause. Die große Chance, Druck auf Platz drei auszuüben, verpufft. Statt Hoffnung wächst die Angst: War das die letzte Chance auf die Bundesliga?
Leere Blicke bei Hertha BSC nach Abpfiff
Stefan Leitl steht nach Abpfiff auf dem Rasen. Er klatscht jeden Spieler ab, streicht Köpfe, klopft Schultern. Doch keiner blickt auf. Leere Augen. Hängende Köpfe. Brutale Enttäuschung. Die Profis von Hertha BSC wissen: Das war mehr als nur eine Niederlage. Das war womöglich das Ende eines Traums.
Mit einem Sieg hätte Hertha bis auf zwei Punkte an den Relegationsplatz heranrücken können. Fünf Spiele vor Schluss, mittendrin im Aufstiegsrennen. Jetzt droht das Gegenteil. Der Abstand bleibt. Die Konkurrenz kann davonziehen. Die Bundesliga rückt wieder in weite Ferne.
Hertha vergibt letzte Chance auf den Aufstieg
Dabei beginnt alles wie gemalt. Trotz Ausfällen von Gechter, Brekalo und Cuisance übernimmt Hertha sofort das Kommando. Viel Ballbesitz. Viele Abschlüsse. Sessa, Reese, Eichhorn versuchen es. Doch es fehlt die eine klare Chance. Es fehlt die Präzision. Es fehlt das Tor.

Dann kommt dieser Moment. 47. Minute. Erste Ecke für Kaiserslautern. Chaos im Strafraum. Zwei geblockte Schüsse. Der Ball fällt vor die Füße von Mergim Berisha, der zum 0:1 nur noch einschieben muss.
Mergim Berisha trifft gegen Hertha – ausgerechnet
Ausgerechnet Berisha. Der Stürmer, der im Sommer fast nach Berlin gewechselt wäre. Intensive Gespräche. Große Hoffnung. Am Ende sagte er ab. Jetzt trifft er. Und schickt Hertha wohl auch ein viertes Jahr in Folge in die Zweitliga-Hölle.

Hertha will das Spiel drehen, wirft Wut und Wille rein. Doch pötzlich wirkt vieles hektisch und ungenau. Als würde der Druck die Beine lähmen.
2. Bundesliga: Hertha BSC bleibt wohl dabei
Die Zeit läuft gnadenlos gegen Hertha. Die Hoffnung schwindet. Erst spät kommt die letzte Welle. Zu spät. Schuler scheitert gleich zweimal an Krahl (89.). Seguin trifft den Innenpfosten (90.). Pech kommt also auch noch dazu.



