2. Bundesliga

Heißer Cottbus-Auftakt: Lotka greift an – folgt bald der nächste Ex-Herthaner?

Mit zwei Ex-Herthanern könnte der FC Energie Cottbus die Mission Klassenerhalt angehen. Marcel Lotka ist schon da und John Brooks könnte folgen.

Author - Johann Caspar Nilius
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Trainer Claus-Dieter Wollitz hofft, nach Lotka den zweiten Ex-Herthaner in die Lausitz zu holen.
Trainer Claus-Dieter Wollitz hofft, nach Lotka den zweiten Ex-Herthaner in die Lausitz zu holen.IMAGO/Steffen Beyer

Schwitz-Start in der Lausitz! Bei brutalen 33 Grad Celsius und praller Sonne hat der FC Energie Cottbus am Mittwoch die Mission 2. Bundesliga gestartet. Während sich die Profis um den neuen Torwart Marcel Lotka an der Parzellenstraße durch die Hitze quälten, wirbelte ein anderer Ex-Herthaner mächtig Staub auf.

Die neue Nummer 1! Marcel Lotka brennt auf Energie

Unter den Torhütern scheint die Hackordnung zu stehen. Kein Zufall: Ex-Hertha-Keeper Marcel Lotka trug beim Aufgalopp bereits die Nummer eins als kleines Symbol unter dem Energie-Wappen.

Für Lotka ist es die Rückkehr ins Scheinwerferlicht. Vor vier Jahren stand er noch im Bundesliga-Tor von Hertha BSC, landete danach in der 3. Liga bei Dortmund II.

Die neue Nummer eins: Torhüter Marcel Lotka im Gespräch nach dem Training
Die neue Nummer eins: Torhüter Marcel Lotka im Gespräch nach dem TrainingIMAGO/Fotostand / Weiland

„Bei Hertha bin ich ja durch Verletzungen reingerutscht, vielleicht auch durch ein bisschen Glück, dass dann Tayfun Korkut und Felix Magath auf mich gesetzt haben“, erinnert sich Lotka nach der Hitze-Schicht.

Jetzt will er sich in der 2. Bundesliga etablieren. Das Vertrauen der Trainer spüre er komplett: „Das ist ein guter Karriereschritt für mich persönlich. Das will ich jetzt zurückzahlen.“

Am liebsten mit Siegen – vielleicht ja auch ausgerechnet gegen den Ex-Klub aus Berlin? Lotka: „Das wäre ein besonderer Gegner. Aber ich freue mich auf jedes Spiel!“

Wollitz enthüllt: Holt Cottbus diesen Ex-Hertha-Star?

Doch Lotka könnte nicht der einzige Ex-Berliner in der Lausitz bleiben. Hinter den Kulissen bahnt sich der Ex-Hertha-Transfer an! Energie-Trainer Claus-Dieter „Pele“ Wollitz ließ auf der Pressekonferenz aufhorchen: Er steht in Kontakt mit Abwehr-Riese John Anthony Brooks!

Ist er der neue Innenverteidiger? John Anthony Brooks konnte bei Hertha meist nur zuschauen.
Ist er der neue Innenverteidiger? John Anthony Brooks konnte bei Hertha meist nur zuschauen.IMAGO/Michael Taeger

Der US-Boy hielt sich zuletzt selbstständig fit. Wollitz verrät: „Ich habe vor zweieinhalb Wochen mit ihm telefoniert. Das ist ein Spieler, der natürlich auf einem extrem hohen Level gespielt hat.“

Ein Freifahrtschein ist der große Name für Brooks aber nicht. Wollitz verpasst dem Routinier eine fette Transfer-Bremse, da Brooks zuletzt lange verletzt war.

„Dann mache ich eine Mannschaft kaputt.“

„Ich habe ihm angeboten, dass er hier mittrainieren kann. Ich kann ihm aber nicht sagen, was daraus nach vier, fünf oder sechs Wochen wird“, stellt Wollitz klar. Risiko-Transfers kann sich Cottbus nicht erlauben: „Sonst bringt man nur Unruhe rein. Wenn ich verletzte Spieler hole, die gar nicht einsatzfähig sind, dann mache ich eine Mannschaft kaputt.“

Das Angebot für ein Probetraining steht. Nimmt Brooks an und zeigt im Training und bei Testspielen, dass er stabil ist, winkt der Vertrag. Die Nähe zu Berlin spricht für Cottbus. Jetzt liegt der Ball beim Spieler.