BFC-Fans reagieren mit einem ironischen Gruß an Claus-Dieter „Pele“ Wollitz, den Trainer der Cottbuser.
BFC-Fans reagieren mit einem ironischen Gruß an Claus-Dieter „Pele“ Wollitz, den Trainer der Cottbuser. Patrick Skrzipek

Von wegen Sprung an die Spitze. Spitze war nur ein Team im Sportforum. Der BFC Dynamo gewann gegen Energie Cottbus mit 4:1 (0:0) auch in dieser Höhe nicht unverdient. Wer es mit den Weinrot-Weißen unter den 2543 Besuchern im altehrwürdigen Hohenschönhauser Stadion hielt, ging beseelt nach Hause.

Durchgang eins bot schon eine sehr ansprechende Leistung der Hausherren, die Energie gut im Mittelfeld beschäftigten und zumeist weg vom eigenen Gehäuse zu halten wussten. Allein die Torraumszenen …

In Durchgang zwei begann das große Energie-Einsparprogramm der Dynamos, an dem selbst die Bundesregierung in diesen schweren Zeiten ihre helle Freude gehabt hätte. Cedric Euschen profitierte von einem Missverständnis des Lausitzer Keepers mit einem Vordermann und war zur Stelle. „Als Stürmer muss man da auch mal spekulieren, bei der tief stehenden Sonne ist es für Abwehrspieler schwer, den Ball unter Kontrolle zu bekommen“, freute sich der 24-Jährige über sein zweites Saisontor (54.).

BFC nach der Pause wie entfesselt

Eine Auswechslung und ein in der Schärfe arg provokantes Abklatschen zwischen Christian Beck und BFC-Trainer Heiner Backhaus später war es Amar Suljic, der die Herzen der BFC-Fans mit dem 2:0 (62.) höher schlagen ließ. 

Und als die Cottbuser glaubten, mit dem Anschlusstreffer von Ali Abu-Alfa (69.) wieder für Spannung sorgen zu können, zog ihnen Suljic postwendend mit dem 3:1 endgültig den Stecker (70.). Am Schluss durfte sich Max Klump nach einem herrlichen Sprint über die ganze Gegengerade auch noch an einem Treffer erfreuen (90.). 4:1 – ein blitzsauberer Kick der Weinrot-Weißen!

Energie-Coach Wollitz wird von BFC-Fans verspottet

Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. FCE-Coach Claus-Dieter „Pele“ Wollitz hatte im Vorfeld ja für reichlich Stimmung gesorgt. Der für das Spiel beim BFC gesperrte Trainer hatte ja über angebliche Schmähplakate in einem Spiel zuvor gegen ihn und die besonders liebevolle Aufmerksamkeit des weinrot-weißen Publikums an seiner Person gejammert und angekündigt, nicht mit in die Hauptstadt reisen zu wollen.

Jetzt bekam er ein ironisches Banner mit der Aufschrift „Pele, wir vermissen dich!!!“ gewidmet. Und auch Gesänge wie „Pele heult im Bus“ sollten ihm in den Ohren geklungen haben, so er sich wirklich im Mannschaftsgefährt der Lausitzer verschanzt haben sollte, wie das Gerücht die Runde machte.

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