6:3 in München

Auch ohne Marcel Noebels: Eisbären Berlin krallen sich ihr Endspiel

Der Scorer-König muss kurz vor dem Spiel erkrankt passen, aber der DEL-Rekord-Champion zeigt dem amtierenden Meister trotzdem, wie es geht.

Author - Peter Wiezorek
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Die Schiedsrichter haben beim Gastspiel der Eisbären bei Red Bull München ganz schön zu tun.
Die Schiedsrichter haben beim Gastspiel der Eisbären bei Red Bull München ganz schön zu tun.City-Press

So kommt ein wahrer Champion zurück. Nach dem 1:4 in Straubing am Freitag wuppen die Eisbären Teil zwei ihres Bayern-Auswärtsdoppel und gewinnen bei Meister München vor 5728 Zuschauern in der ausverkauften Olympia-Eishalle 6:3 (2:0, 2:1, 2:2).  Netter Nebeneffekt: Jetzt gibt es am  am Freitag (19.30 Uhr, MB-Arena) ein echtes Endspiel um Rang 1 nach der DEL-Hauptrunde. (Noch-)Spitzenreiter Bremerhaven holte beim 4:3 nach Verlängerung zwei Punkte, also braucht der EHC dann einen Sieg nach 60 Minuten für den Platz an der Sonne.

Dabei gibt es schlechte Kunde vorm ersten Bully in München: Nach dem noch verletzten Ty Ronning sowie den schon in Straubing erkrankt fehlenden Lean Bergmann und Thomas Schemitsch meldet sich kurzfristig auch Marcel Noebels krank. Doch der DEL-Rekordmeister kann auch ohne seinen Scorerkönig. Und das auch noch richtig gut.

Freddie Tiffels trifft doppelt bei seinem Ex-Klub

Freddie Tiffels eröffnet in einem giftigen Spiel mit vielen Strafzeiten (am Ende stehen bei München 26, beim EHC 34 auf dem Board) bei seinem Ex-Klub den Tor-Reigen, fälscht bei Überzahl einen Schuss von Jonas Müller zum 1:0 ab (5.). Kai Wissmann erhöht beinahe exakt mit Ablauf eines Powerplays mit einem platzierten Schuss auf 2:0 (19.).

Und als München durch Chris DeSousa in doppelter Überzahl verkürzt (25.), schlägt der EHC eiskalt zurück. Tiffels erzielt mit einem ganz krummen Ding, als er RB-Torwart Mathias Niederberger den Puck von hinterm Tor ans Knie schießt und das Spielgerät dann irgendwie den Weg über die Linie findet, das 3:1 (28.).

Tobi Eder packt in einem erneuten im Powerplay das 4:1 drauf (39. ),  Yannick Veilleux erhöht bei tatsächlich mal 5 gegen 5 auf 5:1 (45.). Das zweite Gegentor kassieren die Eisbären durch Patrick Hager dann - richtig - in Unterzahl (51.).  Julian Melchiori kontert mit einem Schuss ins leere Münchener Tor (58.). Vorm 3:6 durch Trevor Parkes (60.) ist die Messe längst gelesen.