Sie war eine der Märchenköniginnen der DDR, wurde mit der Fantasyserie „Die schöne Arabella und der Zauberer“ bekannt, aber auch mit der DEFA-Komödie „Aber Doktor“. Anfang Februar starb Schauspielerin Jana Brejchová, die auch als Brigitte Bardot der Tschechischen Republik galt, nach langer Krankheit. Wie tschechische Medien berichten, wurde sie jetzt heimlich beigesetzt.
DDR-Star Jana Brejchová starb im Alter von 86 Jahren
Viele Fans der Schauspielerin hätten sich gern von Jana Brejchová verabschiedet. Doch es sollte nicht sein: Bereits Anfang der Woche wurde sie beigesetzt, heimlich und unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Laut einem Bericht der tschechischen Zeitung „Blesk“ waren nur 25 Menschen eingeladen, sie konnten sich in der Trauerhalle auf dem Olšany-Friedhof in Prag von der Film-Ikone verabschieden.
Wie Blesk berichtet, wurde die Trauerfeier auch von der Tochter der Schauspielerin organisiert, dauerte nur 20 Minuten. Der Grund: Niemand in der Familie habe eine öffentliche Zeremonie haben wollen. Und die stille und heimliche Beisetzung soll auch dem Wunsch von Jana Brejchová selbst entsprochen haben.
Sie litt unter einer schweren Krankheit, hatte sich aus gesundheitlichen Gründen schon vor Jahren aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Wegbegleiter mutmaßten, dass sie nicht mehr im Rampenlicht stehen wollte, als sie merkte, dass ihr die Kraft fehlte.

Ihr langjähriger Freund Jiří Ptáčník sagte in einem Interview, Jana Brejchová habe bis zum Schluss einen großen, inneren Stolz gehabt. „Vielleicht wollte sie nicht, dass die Menschen sie in einem Moment sehen, in dem die Krankheit ihr Leben erschwerte.“
Auch in einem Buch schrieb die Märchenkönigin der DDR: „Wenn ich Sorgen habe, vertraue ich meine Probleme niemandem an. Ich belaste niemanden damit und versuche, sie selbst zu lösen.“ Es ist auch einer der Gründe, warum es nur wenige Menschen gab, die in den letzten Jahren vor dem Tod von Jana Brejchová noch Kontakt zu der Schauspielerin hatten.
Nur wenige Freunde von Jana Brejchová kamen zur Feier
In dem Bericht heißt es weiter, dass auch zahlreiche Stars, mit denen die Schauspielerin im Laufe ihrer langen Karriere zusammengearbeitet hatte, nicht zur Trauerfeier eingeladen gewesen seien. Die Öffentlichkeit konnte sich einen Tag später verabschieden: Im Kino Lucerna in Prag wurde eine öffentliche Trauerfeier ausgerichtet.

„Die Besucher haben die Möglichkeit zu stillem Gedenken und zum Eintrag in ein Kondolenzbuch“, sagte Tereza Brodská, die Tochter von Jana Brejchová, im Vorfeld der Feier. Auf der Bühne waren Bilder der Schauspielerin ausgestellt, alles wurde mit Blumen geschmückt, auf der Leinwand liefen Filmausschnitte. Sogar ein Kranz von Petr Pavel, dem Präsidenten der Tschechischen Republik, wurde niedergelegt.
Jana Brejchová war am 6. Februar verstorben. Sie hatte zuvor lange mit gesundheitlichen Problemen gekämpft. Schon im Jahr 2013 wurde die Schauspielerin bewusstlos in ihrer Wohnung gefunden und in ein Krankenhaus gebracht. Dort stellten Ärzte fest, dass die weiße Substanz in ihrem Gehirn abstarb.
Eine unheilbare Erkrankung, die sich nur noch verschlimmert, nicht zu heilen ist. Jana Brejchová lernte, an einem Rollator zu gehen. Dann stürzte sie, brach sich den Oberschenkelhals. Das warf sie gesundheitlich zurück. In den vergangenen Jahren konnte sie laut Berichten gar nicht mehr die Kliniken verlassen, in denen sie untergebracht war.

Serie „Die Märchenbraut“ machte sie in der DDR bekannt
Jana Brejchová wurde vor der Wende unter anderem mit der Serie „Die Märchenbraut“ bekannt, wo sie die böse Königin spielte. Der Titel wurde für die Aufführung in der DDR zu „Die schöne Arabella und der Zauberer“ geändert. Auch in der DEFA-Komödie „Aber Doktor“ spielte sie mit – so wie in zahlreichen anderen Produktionen in Tschechien, aber auch im Ausland.




