Neuzugang im Tiergarten

Zoo macht das Antilopenhaus dicht: Sorry, Berlin, ich bin dran schuld!

Im Zoo feiert man aktuell einen besonderen Neuzugang, auch Direktor Andreas Knieriem jubelt. Denn Giraffenbulle Vizuri ist eine echte Seltenheit.

Author - Florian Thalmann
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Der kleine Giraffenbulle Vizuri ist jetzt im Zoo Berlin gelandet, muss sich hier aktuell einleben.
Der kleine Giraffenbulle Vizuri ist jetzt im Zoo Berlin gelandet, muss sich hier aktuell einleben.Zoo Berlin

Normalerweise ist es keine gute Nachricht für die Besucher, wenn eines der Häuser im Zoo zeitweise geschlossen werden muss. Doch über die Schließung, die der Park im Herzen Berlins heute verkündete, dürfen sich Zoo-Fans ausnahmsweise freuen: Es gibt einen Neuzugang im Tiergarten! Eine besonders seltene Kordofan-Giraffe ist aus dem Zoo in Basel in der Schweiz angekommen, soll sich nun in der Giraffen-WG des Zoo Berlin in Ruhe eingewöhnen. Dafür muss das Antilopenhaus laut einer Mitteilung des Zoos auch nochmal kurzzeitig schließen.

Neuankömmling lebt sich jetzt im Zoo Berlin ein

Das Haus, in dem afrikanische Huftiere wie Antilopen und Giraffen untergebracht sind, wird aktuell sowieso modernisiert – denn hier sollen bald auch die Okapis unterkommen und ein neues Zuhause finden. Die Giraffenanlage und die Antilopenanlage werden zusammengeführt, eine Savanne entsteht. Im Sommer 2026 soll alles fertig sein.

Nun kommt auch noch der neue Giraffenbulle Vizuri dazu. Er soll nun Schritt für Schritt die neue Anlage erobern. „Wir beobachten ihn genau und sorgen dafür, dass er sich in seinem eigenen Tempo eingewöhnen kann“, sagt Kuratorin Dr. Jennifer Hahn. Das Wohlbefinden des edlen Tieres stehe an erster Stelle. „Daher wird das Antilopenhaus auch nochmal phasenweise geschlossen.“ Aber: Es dauert alles nicht so lange, wie es vielleicht klingt: Schon in der kommenden Woche soll der Neuzugang des Zoo Berlin für die Besucher zu sehen sein.

Schon in der kommenden woche soll Giraffenbulle Vizuri im Zoo Berlin für Besucherinnen und Besucher zu sehen sein.
Schon in der kommenden woche soll Giraffenbulle Vizuri im Zoo Berlin für Besucherinnen und Besucher zu sehen sein.Zoo Berlin

Der Giraffenbulle ist auf jeden Fall eine echte Besonderheit: Die Kordofan-Giraffen gelten als vom Aussterben bedroht, mehr als 80 Prozent der Giraffen sind seit den 80er-Jahren gestorben. Denn immer mehr Lebensraum der Tiere geht verloren – und auch die Wilderei ist leider noch immer ein riesiges Problem für die Tiere.

Dass ein Exemplar nun im Zoo Berlin zu sehen ist, begeistert auch Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem. „Nur wenigen Menschen ist es möglich, die Tiere der afrikanischen Savannen in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten“, sagt er.

Weltweit gibt es weniger als 2000 der Giraffen

Es sei ein Privileg, überhaupt eine solche Gelegenheit zu bekommen. „Weltweit leben heute weniger als 2.000 Individuen dieser Unterart. Hinzu kommt, dass sie in den bekanntesten und meistbesuchten Schutzgebieten Afrikas, etwa im Kruger National Park, im Serengeti National Park oder in der Masai Mara National Reserve, nicht vorkommt.“ Im Zoo Berlin nun aber schon – und das hat Tradition: Im Jahr 1864 war in dem Tiergarten erstmals eine Giraffe zu sehen, seit 1872 gibt es auch das berühmte Giraffenhaus.

Mögen Sie Giraffen - und würden Sie mal wieder in den zoo Berlin gehen, um den gerade angekommenen Giraffenbullen zu bestaunen? Schicken Sie uns Ihre Meinung per Mail an wirvonhier@berlinerverlag.com. Wir freuen uns auf Ihre Zuschriften!