Die Sonne kommt, es wird wärmer – und auch immer mehr E‑Roller sind in Berlin unterwegs. Doch gerade Jugendliche scheinen die Gefahren zu unterschätzen. Denn schon wieder ist es zu einem schweren Unfall mit einem E‑Roller gekommen.
Roller war erst kurz zuvor gekauft worden
Zwei 13‑jährige Jungen fuhren am Sonntagabend gemeinsam auf einem Roller über den Olympischen Platz in Charlottenburg, so die Polizei. Bitter: Der Roller war erst kurz zuvor gekauft worden.
Dann stürzten die beiden. Ein 13‑Jähriger kam mit schweren Kopfverletzungen ins Krankenhaus, der zweite Junge verletzte sich leicht an Arm und Oberkörper.
Wie es zu dem Unfall kam? Beim Bremsen verlor der Fahrer vermutlich wegen zu hoher Geschwindigkeit die Kontrolle über den Roller. Am Ende stürzten beide. Die Polizei stellte das Fahrzeug, das kein Versicherungskennzeichen hatte, zur Erstellung eines technischen Gutachtens sicher.

Erst am 17. April hatte es bereits einen schweren E‑Roller‑Unfall gegeben – dieser endete sogar tödlich. Damals waren zwei 14‑jährige Mädchen gemeinsam auf einem E‑Scooter in Neukölln unterwegs. Nach einem Zusammenstoß mit einem Auto starb die Fahrerin, ihre gleichaltrige Freundin kam mit schweren Kopfverletzungen ins Krankenhaus. Die Jugendlichen wollten offenbar bei Rot eine Straße überqueren, der Autofahrer soll zudem unter Alkoholeinfluss gestanden haben.
Zur Erinnerung: Das Fahren der sogenannten E‑Scooter ist erst ab 14 Jahren erlaubt, zudem darf nur eine Person auf dem Roller stehen. Auch hier gelten die Alkoholgrenzen, außerdem ist das Fahren auf Gehwegen verboten. Doch offenbar halten sich nicht alle an die Regeln. Gerade Nutzer mit wenig Erfahrung unterschätzen die Risiken.




