Ratgeber Gesundheit

Berufsunfähig in Berlin: Warum so viele Hauptstädter ohne Schutz dastehen

Kaum eine andere Stadt in Deutschland vereint so viele Kliniken, Arztpraxen und medizinische Fakultäten auf engem Raum wie Berlin. Jedes Jahr beginnen hier Tausende junge Medizinerinnen und Mediziner ihre berufliche Laufbahn.

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Was viele von ihnen nicht wissen: Nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung und der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) wird durchschnittlich jede vierte erwerbstätige Person im Laufe ihres Berufslebens mindestens einmal berufsunfähig.

Eine repräsentative Umfrage von YouGov im Auftrag von Swiss Life Deutschland zeigt gleichzeitig, dass 70 Prozent der Befragten glauben, ihren Beruf problemlos bis zur Rente ausüben zu können. Gerade bei jungen Fachkräften klafft zwischen Selbsteinschätzung und tatsächlichem Risiko eine besorgniserregende Lücke.

Warum Berufsunfähigkeit gerade Ärzte betrifft

Wer jeden Tag Patientinnen und Patienten behandelt, macht sich über die eigene Gesundheit oft erstaunlich wenig Gedanken. Das Risiko wird schlicht verdrängt. Dabei zeigen die Statistiken ein klares Bild: Psychische Erkrankungen, allen voran Burnout und Depressionen, sind seit Jahren die häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit in Deutschland.

Assistenzärztinnen und Assistenzärzte kennen das Gefühl, nach einer 24-Stunden-Schicht völlig erschöpft nach Hause zu kommen. Lange Dienste, hohe Verantwortung, kaum Erholung. Dazu kommen körperliche Beschwerden, etwa Rückenprobleme durch stundenlanges Stehen am OP-Tisch.
Eine unabhängige Finanzberatung wie Schlemann.com setzt genau hier an und unterstützt junge Medizinerinnen und Mediziner dabei, rechtzeitig den richtigen Schutz aufzubauen. Denn wer erst handelt, wenn bereits gesundheitliche Einschränkungen vorliegen, hat deutlich weniger Auswahl.

Was die gesetzliche Absicherung tatsächlich leistet

Hier muss man ehrlich sein: Für alle, die nach 1961 geboren wurden, gibt es keine gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente mehr. Was bleibt, ist die Erwerbsminderungsrente. Und die greift erst dann, wenn jemand weniger als drei Stunden am Tag überhaupt noch arbeiten kann. Egal in welchem Beruf. Konkret heißt das für eine junge Ärztin: Selbst wenn sie ihren Beruf nicht mehr ausüben kann, bekommt sie unter Umständen keinen Cent vom Staat. Solange sie theoretisch noch eine einfache Bürotätigkeit erledigen könnte, geht sie leer aus. Die finanzielle Lücke, die so entsteht, kann schnell existenzbedrohend werden.

Berliner Klinikalltag als unterschätzter Risikofaktor

Wer an Berliner Krankenhäusern arbeitet, kennt die Situation nur zu gut. Der Personalmangel ist seit Jahren spürbar und führt dazu, dass Überstunden fast schon zum Normalzustand geworden sind. Die Bundesärztekammer hat in mehreren Erhebungen festgestellt, dass Ärztinnen und Ärzte im Schnitt weit mehr als die vertraglich vereinbarten 48 Wochenstunden arbeiten. An großen Häusern wie der Charité verschärft sich die Lage zusätzlich durch ständige Engpässe in der Personalplanung. Dieser dauerhafte Druck hinterlässt Spuren. Nicht sofort vielleicht, aber über die Jahre steigt das Risiko für ernsthafte Erkrankungen deutlich an.

Warum frühes Handeln bessere Konditionen sichert

Es gibt eine Faustregel bei der Berufsunfähigkeitsversicherung, die sich immer wieder bestätigt: Je jünger und gesünder jemand beim Abschluss ist, desto besser sind die Konditionen. Wer schon während des Medizinstudiums eine Police abschließt, zahlt erheblich weniger als jemand, der damit bis Mitte 30 wartet. Auch die Gesundheitsfragen, die jeder Antragsteller beantworten muss, fallen in jungen Jahren deutlich leichter. Einfach deshalb, weil die Krankenakte noch kurz ist. Wer dagegen bereits Vorerkrankungen mitbringt, muss mit höheren Beiträgen rechnen. Im schlimmsten Fall lehnt der Versicherer den Antrag sogar komplett ab.

Welche Rolle die private Krankenversicherung spielt

Neben der BU stellt sich für viele junge Ärztinnen und Ärzte noch eine zweite wichtige Frage: die nach der richtigen Krankenversicherung. Sobald das Jahresbruttoeinkommen die Versicherungspflichtgrenze von aktuell rund 69.300 Euro überschreitet, steht der Weg in die Debeka private Krankenversicherung offen. Für Medizinerinnen und Mediziner ist diese Schwelle oft schneller erreicht als gedacht. Wer den Schritt in die PKV plant, sollte diesen am besten gemeinsam mit der BU betrachten. Beide Absicherungen lassen sich aufeinander abstimmen, sodass kein Schutz doppelt bezahlt wird und gleichzeitig keine Lücke entsteht.

Worauf es bei der Tarifauswahl ankommt

Berufsunfähigkeitsversicherung ist nicht gleich Berufsunfähigkeitsversicherung. Die Unterschiede zwischen einzelnen Tarifen sind zum Teil enorm. Ein paar Punkte sind dabei besonders wichtig: Wie definiert der Vertrag Berufsunfähigkeit genau? Gibt es eine sogenannte Nachversicherungsgarantie, also die Möglichkeit, den Schutz später ohne neue Gesundheitsprüfung zu erhöhen? Und verzichtet der Versicherer auf die abstrakte Verweisung?

Das klingt sperrig, bedeutet aber vereinfacht gesagt: Der Versicherer darf eine berufsunfähige Person nicht einfach auf irgendeinen anderen Beruf verweisen und dann die Zahlung verweigern. Gerade für Ärzte mit ihrer hochspezialisierten Tätigkeit ist dieser Punkt entscheidend. Ein unabhängiger Berater kann die zahlreichen Tarife am Markt vergleichen und den Vertrag herausfiltern, der wirklich zur eigenen Lebenssituation passt.

Warum unabhängige Beratung den Unterschied macht

Viele Vermittler arbeiten für eine bestimmte Versicherungsgesellschaft oder eine kleine Auswahl davon. Das schränkt die Empfehlungen naturgemäß ein. Unabhängige Berater hingegen haben Zugang zum gesamten Markt. Sie vergleichen Tarife quer durch alle Anbieter und treffen ihre Empfehlung allein auf Grundlage dessen, was für die Kundin oder den Kunden am sinnvollsten ist. Für junge Medizinerinnen und Mediziner, deren beruflicher Weg noch viele Veränderungen mit sich bringt, ist das besonders wertvoll. Von der Assistenzzeit über die Facharztausbildung bis hin zur möglichen Niederlassung mit eigener Praxis verändert sich der Absicherungsbedarf immer wieder. Eine gute Beratung denkt diese Entwicklung von Anfang an mit.

Wie Berliner Medizinstudierende heute vorsorgen können

Auch mit einem schmalen Studierendenbudget lässt sich bereits etwas tun. Mehrere Versicherer haben Tarife entwickelt, die speziell auf Studierende zugeschnitten sind. Die Beiträge fallen in dieser Phase deutlich niedriger aus, der Schutz ist aber trotzdem vollwertig. Nach dem Berufseinstieg kann die versicherte Summe dann angehoben werden, und zwar ohne dass eine neue Gesundheitsprüfung nötig wird. Wer in Berlin studiert, weiß wie teuer allein Miete und Lebenshaltung sind. Umso wichtiger, dass der Einstieg in die Absicherung den finanziellen Rahmen nicht sprengt. Wer früh anfängt, hat am Ende mehr Spielraum.

Fehlender Schutz kostet mehr als jeder Beitrag

Ein Blick auf die Zahlen macht den Ernst der Lage deutlich. Eine Berufsunfähigkeit dauert im Durchschnitt mehrere Jahre. Während dieser Zeit bricht nicht nur das monatliche Gehalt weg. Auch die Altersvorsorge steht still. Wer als Ärztin oder Arzt mit einem Bruttoeinkommen von 70.000 Euro plötzlich auf die Erwerbsminderungsrente zurückfallen muss, verliert jeden Monat mehrere tausend Euro. Rechnet man das über die gesamte Dauer hoch, kommt schnell ein sechsstelliger Betrag zusammen. Dagegen wirken monatliche Versicherungsbeiträge von 80 bis 150 Euro verschwindend gering.

Früh abgesichert statt spät bereut

Die Hauptstadt bietet jungen Medizinerinnen und Medizinern einige der besten Karrieremöglichkeiten in ganz Deutschland. Aber Karriere allein reicht nicht. Wer unter hoher Belastung arbeitet, kaum staatlichen Schutz genießt und ein steigendes Erkrankungsrisiko trägt, braucht eine private Berufsunfähigkeitsversicherung. Das ist keine Panikmache, sondern schlicht eine Rechnung, die aufgeht. Wer früh handelt, bekommt die besseren Tarife, den umfassenderen Schutz und kann sich auf das konzentrieren, wofür er oder sie nach Berlin gekommen ist: eine erfolgreiche medizinische Laufbahn.

Die Recherche und Erstellung des Beitrags wurden durch eine externe Redakteurin vorgenommen und stammen nicht aus der eigenen Redaktion.