Ich konnte diese Rede kaum anhören. Meine Ohren jaulten, weil fast eine halbe Stunde so viel Mist geredet wurde! Der noch amtierende Regierende Bürgermeister Kai Wegner ist die größte Lachnummer, die ich seit Langem gesehen habe. Angeblich seien wir Berliner Kai Wegner ja so wichtig. Ach ja, wann denn, lieber Herr Wegner?
Kai Wegner zieht seine Spitzenkandidatur zurück
Ihre Rede war voller Eigenlob. Sie sagten zu Ihrer zurückgezogenen Spitzenkandidatur: „In diesem Amt war mir immer wichtig, dass ich bleibe wie ich bin und dass ich authentisch bleibe. Dieses Amt ist mir eine große Ehre. Berlin ist meine Heimatstadt. Berlin ist mir eine Herzensangelegenheit. Dabei waren die Menschen immer im Vordergrund, immer im Mittelpunkt. Das habe ich mit großer Leidenschaft gemacht und ich glaube, auch erfolgreich.“

Erfolgreich? Sie haben wirklich erfolgreich gesagt? Man könnte nicht unauthentischer und unerfolgreicher sein, als Sie es am Freitag waren. Permanent haben Sie auf die Nachfragen der Journalisten patzig geantwortet. Die Rede und Antworten wirkten so einstudiert, als hätten Sie eine 1+ mit Sternchen dafür erwartet. Aber natürlich: So oft, wie Sie es betont haben, sind sicherlich die bösen, bösen Medien schuld daran, dass Sie in Ihrem Amt kläglich gescheitert sind.
Und die Entscheidung, die Spitzenkandidatur zurückzuziehen, haben Sie, wie Sie es behaupten, sicherlich nicht freiwillig getroffen. So wie Sie auftreten und sich in den vergangenen Monaten verhalten haben, hätten Sie niemals einfach so die Spitzenkandidatur hergegeben. Keine Ahnung, ob Sie durch die Temperaturen oder Ihrem überheblichen Gerede so geschwitzt haben, aber ich würde mich für dieses Verhalten schämen. Ich hoffe, Sie tun es irgendwann auch!
Herr Wegner, Sie hätten Ihr Problem ganz einfach im Januar lösen können – mit Einsicht! Ja, ich war nicht an Ort und Stelle. Ja, ich habe Tennisspielen vorgezogen, weil ich nicht die Relevanz in dem Stromausfall gesehen habe. Aber ständig Ausreden zu suchen und die Schuld irgendwie immer anderen zuzuschieben, hat Ihnen nun wirklich nicht geholfen.
Für diesen nicht ausgeführten Job wurde Kai Wegner mehr als gut bezahlt
Ich erwarte von einem Politiker, CDU-Mitglied und dem Regierenden Bürgermeister der Hauptstadt, dass er pflichtbewusst und immer im Sinne der Bürger handelt. Ich hätte an einem Samstag sicherlich auch keine Lust gehabt, mich um den Idioten-Wahnsinn von Linksextremen zu kümmern. Aber das ist nun einmal Ihr Job und dafür werden Sie auch wirklich gut genug bezahlt.



