Wer täglich am S-Bahnhof Friedrichstraße aus- oder umsteigt, hat sie vielleicht schon bemerkt: Am Dienstag sind plötzlich überall hübsche Blumensträuße aufgetaucht! Anthurien (Flamingoblumen), Nelken, Limonium (Strandflieder) und Eukalyptus kann man hier bewundern – ein seltener Anblick und eine willkommene Abwechslung in dem sonst eher tristen Bahnhof. Die Blumenarrangements hängen an violetten Stoppschildern. Aber was steckt dahinter?
S-Bahnhof Friedrichstraße bald wieder ganz der Alte
Tritt man näher an die Schilder heran, kann man lesen: „Stop, Shops wieder offen! Baustelle fast vorbei!“ Darum geht es also: Die Ladenzeile im S-Bahnhof Friedrichstraße wird bald endlich fertig. Wegen notwendiger Bauwerksprüfungen mussten seit Mai 2025 etliche Geschäfte in den Mietflächen der Deutschen Bahn im Wechsel vorübergehend schließen. Darunter auch der beliebte Edeka.
Planmäßig sollten die Arbeiten eigentlich bis April 2026 abgeschlossen sein. Typisch Deutsche Bahn gibt es also eine kleine Verspätung. Doch schon bald kann hier wieder fröhlich geshoppt und geschlemmt werden. Die rund 220.000 Reisenden, Pendler und Besucher, die täglich am Bahnhof Friedrichstraße frequentieren, freuen sich bestimmt.

Der Edeka-Markt, vor dem sich vor allem an Sonntagen gerne mal eine Schlange bildet, ist schon seit ein paar Tagen wieder geöffnet. Die Salatbar an der Rolltreppe runter zur Nord-Süd-Bahn wiederum ist noch geschlossen.
Gefährlicher Vorfall im Bahnhof Friedrichstraße
Auch wenn der Verdacht nahe liegt: Die Deutsche Bahn betont ausdrücklich, dass diese Arbeiten nichts mit einem Vorfall aus dem Jahr 2012 zu tun haben. Wir erinnern uns: Am 13. Dezember 2012 stürzten im Berliner Bahnhof Friedrichstraße mehrere kiloschwere Betonteile aus der Hallendecke.

Ein bis zu 25 Kilogramm schwerer Brocken krachte mitten auf den Boden. Wie durch ein Wunder wurde niemand von den herabfallenden Trümmern erschlagen, eine Frau erlitt jedoch einen schweren Schock. Die Ermittler stellten fest, dass schwere Baumängel bei der vorangegangenen Sanierung (zehn Jahre zuvor) die Hauptursache für das Unglück waren.
Die aktuellen Maßnahmen seien laut Deutsche Bahn aber reine Routineprüfungen der Bausubstanz, wie sie regelmäßig vorgeschrieben sind.

