Wer derzeit durch den Bahnhof Friedrichstraße läuft, reibt sich die Augen. Rollgitter unten, Türen zu, Schilder an den Scheiben. Viele Geschäfte sind aktuell geschlossen. Der Berliner KURIER hat bei der Deutschen Bahn nachgehakt und kennt jetzt den Grund für die Schließungen.
Monatelange Prüfungen am gesamten Bahnhof
Eine Bahn Sprecherin teilte mit, dass am Bahnhof bereits seit Mai 2025 planmäßige Bauwerksprüfungen laufen. Diese sollen noch bis April 2026 dauern. Betroffen ist dabei der gesamte Bahnhof. Also nicht nur Bahnsteige und Hallen, sondern eben auch alle Mietflächen.
Das erklärt, warum die Schließungen zeitlich so unterschiedlich sind. Die Prüfungen finden abschnittsweise statt. Mal hier, mal dort. Deshalb müssen einzelne Geschäfte vorübergehend schließen, andere können wieder öffnen, während neue Läden erst später betroffen sind.
Die Bahn betont ausdrücklich, dass diese Arbeiten nichts mit einem Vorfall aus dem Jahr 2012 zu tun haben. Damals war ein schweres Betonteil aus der Decke gestürzt. Die aktuellen Maßnahmen seien reine Routineprüfungen der Bausubstanz, wie sie regelmäßig vorgeschrieben sind.

Betroffen ist aktuell auch der stark frequentierte Edeka Markt im Bahnhof. Normalerweise ist der Laden sogar sonntags geöffnet. Viele Kunden stehen jetzt jedoch vor verschlossenen Türen.
Technisches Problem sorgte für Verwirrung
Zur Verwirrung trugen zudem falsche Angaben im Internet bei. Auf der offiziellen Bahn Website für den Bahnhof Friedrichstraße wurden mehrere geschlossene Geschäfte weiterhin als geöffnet angezeigt. Laut Bahn lag ein technisches Problem vor. Der Fehler sei aber schon seit Sonntag behoben.


