Er kam in Hessen zur Welt, wuchs in Mannheim ab – und wählte doch Berlin als seine neue Heimat: Schauspieler Uwe Ochsenknecht hat einen festen Platz in der Riege der deutschen Film- und TV-Stars – und die Hauptstadt hat einen festen Platz in seinem Herzen! In einem Interview mit der Berliner Zeitung (erscheint, wie der KURIER, im Berliner Verlag) rechnet der Schauspieler jetzt mit Menschen ab ,die zu viel über die Hauptstadt meckern.
Uwe Ochsenknecht: „Dann zieht doch weg.“
Zu viel Lärm, zu viel Müll, zu wenig Parkplätze, zu viele Touristen: Gründe, sich über Berlin aufzuregen, gibt es viele. Doch an alle Menschen in Berlin, die zu gern über die Hauptstadt meckern, richtet Schauspieler Uwe Ochsenknecht jetzt klare Worte. Er stellt im Interview mit der Berliner Zeitung klar, was ihn an Berlin nervt: Die Tatsache, dass viele Menschen schimpfen. „Dann zieht doch weg“, sagt er
Ochsenknecht lebt seit Jahren auch in Berlin, laut eigener Aussage in einem „sehr lebendigen Viertel“, und fühlt sich dort sehr wohl. Überhaupt finde man in der Hauptstadt alles – viele kleine Stadtteile, die herrlich unterschiedlich sind. „Ich bevorzuge Mitte“, sagt er.
Der Grund: Der Bezirk sei „so jung, lebendig, frisch, innovativ“ und strahle dadurch einen Hauch von Weltstadt aus.
Ochsenknecht: Jeder sollte Berlin mal ausprobieren
Uwe Ochsenknecht rät auch jedem dazu, Berlin einmal auszuprobieren. „Ich würde es auf jeden Fall testen. Berlin ist eine spannende, inspirierende, aufstrebende, geschichtsträchtige, lebendige Stadt.“ Die Stadt sei allerdings noch in der Pubertät.
„Bleibt nur zu hoffen, dass sie irgendwann erwachsen wird und nicht immer beweisen muss, dass sie mit anderen Weltstädten mithalten kann. Das dauert eben seine Zeit. Und so lange gilt: Berlin, genieße deine Verwirrung“, so der Schauspieler weiter.

Doch auch er übt Kritik an der Hauptstadt. „Berlin möchte sofort Weltstadt sein. Das merkt man zum Beispiel daran, dass die Kellner in Kneipen oft nur Englisch sprechen“, sagt Ochsenknecht. Das findet er bescheuert, sagt er. „Was machen da vor allem ältere Menschen, die kein Englisch können?“
Berlin zu organisieren ist nicht leicht
Dass Berlin auch kritisiert wird, dafür sieht Ochsenknecht auch andere Gründe. Denn die Stadt sei doppelt so groß geworden – und das im wahrsten Sinne des Wortes über Nacht. „Das Leben einer Millionenstadt mit so vielen verschiedenen Kulturen, dazu noch mit der Geschichte Berlins, so schnell zu organisieren, ist keine leichte und keine billige Aufgabe“, sagt der Schauspieler.




