Erst Business Class nach Kalifornien – dann zum größten Sportevent der Welt: Berlins Innen- und Sportsenatorin Iris Spranger (SPD) ist Anfang Februar gemeinsam mit der Berliner Polizeipräsidentin Barbara Slowik Meisel zum Super Bowl in die USA gereist. Das geht aus der Antwort des Senats auf eine parlamentarische Anfrage der Linken und Grünen hervor.
Delegationsreise nach Kalifornien kostet 33.500 Euro
Die Reise führte die Berliner Delegation nach San Francisco und Oakland. Neben Spranger und Slowik Meisel gehörten zwei Mitarbeitende sowie Personenschutz zur Gruppe. Insgesamt kostete der Trip das Land Berlin rund 33.500 Euro.
Der erste Termin der Reise: der Besuch des Super Bowls am 8. Februar 2026. Dort traf Spranger nach Angaben des Senats auch Vertreter der National Football League (NFL). Die Reise sei auf Einladung von NFL-Commissioner Roger Goodell erfolgt. Ziel sei gewesen, weiter dafür zu werben, dass Berlin künftig weitere NFL-Spiele ausrichten kann.

Für Diskussionen sorgt vor allem die Art der Anreise. Die Berliner Delegation flog Business Class in die USA. Der Senat verteidigt die Wahl der Reiseklasse mit der langen Flugzeit von rund zwölf Stunden und der Zeitverschiebung von neun Stunden. Da das Programm unmittelbar nach der Ankunft begonnen habe, habe man so die „Arbeits- und Aufnahmefähigkeit der Delegation“ sicherstellen wollen.
Austausch mit US-Behörden über Sicherheit
Nach dem Super-Bowl-Besuch begann das offizielle Fachprogramm der Reise. Spranger und Slowik Meisel trafen sich in San Francisco mit Vertretern der Polizei sowie Sicherheitsbehörden. Themen waren unter anderem Drohnen in der Kriminalitätsbekämpfung, Strategien gegen Drogenkriminalität, Katastrophenschutz und Fragen der Personalgewinnung bei der Polizei.
Krisenmanagement, Obdachlosigkeit und Gewaltprävention
Am zweiten Tag der Gespräche besuchte die Berliner Delegation Einrichtungen in Oakland, darunter ein Lagezentrum der Polizei sowie das Notfall-Koordinationszentrum der Feuerwehr. Dort ging es laut Senat vor allem um die Organisation von Krisen- und Katastrophenmanagement.
Zum Abschluss standen in San Francisco Besuche sozialer Einrichtungen auf dem Programm: ein großes Zentrum für Wohnungslose sowie eine Einrichtung für Frauen und Kinder, die von häuslicher Gewalt betroffen sind.

