Deutschland ist in Streik-Laune: Nach mehreren Ausständen im öffentlichen Dienst und dem großen Streik bei der BVG und anderen Nahverkehrsunternehmen im ganzen Land ist am Donnerstag die Lufthansa an der Reihe. Bei der Airline legen Beschäftigte die Arbeit nieder – und das sorgt auch am BER für Chaos, weil Flüge ausfallen. Was Reisende jetzt wissen müssen.
Lufthansa streikt, auch am BER fallen Flüge aus
Vor allem für Pendler, die innerhalb Deutschlands mit dem Flieger unterwegs sind, wird es am Tag des Lufthansa-Streiks schwierig: Betroffen vom Warnstreik bei der Airline sind laut Abfluginformationen des Flughafen BER Verbindungen nach München und Frankfurt. 14 Flüge sollen im Laufe des Tages ausfallen.

Doch es gibt Alternativen für Reisende, die auf die Verbindung angewiesen sind: Sie können auf die Bahn umsteigen. Laut Lufthansa können die Flugtickets einfach als Bahnfahrkarten genutzt werden. Wer das Angebot nutzen möchte, sollte sich aber einen Sitzplatz im Zug reservieren. Und: Wer jeweils Anschlussflüge gebucht hat, sollte eine Bahnverbindung wählen, die genug Zeit zum Umsteigen lässt. Laut der Airline seien die betroffenen Passagiere bereits informiert worden.
Aber: Warum streikt die Lufthansa eigentlich? Der Aufruf, die Arbeit niederzulegen, kommt von den Gewerkschaften Ufo und Vereinigung Cockpit. Die Piloten fordern höhere Arbeitgeberbeiträge zu Betriebs- und Übergangsrenten. Die Ufo will Tarifverhandlungen bei Lufthansa und der Regionaltochter CityLine erzwingen. Laut der Gewerkschaft sind etwa 800 Stellen bedroht.
Kritik kam von der Lufthansa. „Tragfähige Lösungen können nur im Dialog gefunden werden, Streiks müssen stets das letzte Mittel bleiben“, hieß es von der Airline. „Wir fordern die Gewerkschaften deshalb auf, die Gespräche mit uns wieder aufzunehmen. Wir sind jederzeit dazu bereit.“


