Die Meldung verbreitete sich am späten Mittwochabend rasant: In Teilen von Lichtenberg zog Brandgeruch durch die Häuserschluchten, wurden Anwohner durch etliche Einsatzwagen der Feuerwehr aufgeschreckt. Das unfassbare Drama hinter dem Alarm: ein verheerender Brand in einem Hochhaus in der Dolgenseestraße. Ein Kind kam laut ersten Informationen ums Leben, mehrere Menschen kamen ins Krankenhaus.
Verheerender Brand in Hochhaus in der Dolgenseestraße
Am Abend verbreitete sich die Meldung schnell über entsprechende Bezirksgruppen auf Facebook. „Weiß jemand, was in der Dolgenseestraße los ist? Gefühlt ist die halbe Feuerwehr Berlin vor Ort“, schrieb etwa ein Mann in einer Karlshorster Gruppe. Außerdem seien viele Rettungswagen und Einsatzkräfte mit Atemschutz vor Ort.
Grund für den Großeinsatz: Ein verheerender Brand in einem Hochhaus mit 21 Etagen in der Dolgenseestraße. Schon gegen 20 Uhr rückten die Einsatzkräfte zu dem Gebäude aus. „Beim Eintreffen brannte eine Wohnung im 3. Obergeschoss in einem Hochhaus im Vollbrand“, heißt es von den Einsatzkräften. Ein Sprecher der Berliner Feuerwehr sprach von einer „besonderen Brandlast“. „Erhöhte Brandlast bedeutet, dass es sich hier um deutlich mehr Einrichtungsgegenstände handelt wie in einer normalen Wohnung.“

Die Flammen schlugen bereits aus dem Fenster der Wohnung, als die Einsatzkräfte eintrafen. Der Qualm breitete sich im gesamten Gebäude aus. Sofort machten sich die Berliner Feuer-Helden an die Arbeit, befreiten etwa 70 Personen aus dem Gebäude und brachten sie in Sicherheit – auch mithilfe einer Drehleiter von außen.
Ein Kind nach Feuer in Lichtenberg gestorben
Die erschreckende Bilanz: Acht Menschen mussten mit teilweise schweren Verletzungen in umliegende Krankenhäuser gebracht werden. Laut Augenzeugen mussten mehrere Menschen bewusstlos aus dem Gebäude gebracht werden. Laut ersten Informationen wurden mehrere Bewohner des Hauses lebensgefährlich verletzt, mussten sogar reanimiert werden. Für ein kleines Kind endete die Tragödie tödlich: Noch im Krankenhaus starb es an den schweren Verletzungen.

Feuerwehr mit mehr als 50 Kräften im Einsatz
Die Feuerwehr war laut eigener Aussage mit mehr als 150 Kräften im Einsatz. „Es wurden ca. 20 Trupps unter Atemschutz eingesetzt. Der Brand wurde mit einem C-Rohr im Innenangriff und in der Anfangsphase mit einem C-Rohr über eine Drehleiter im Außenangriff bekämpft.“ Man habe 60 Wohnungen kontrollieren müssen, weil das komplette Gebäude verqualmt war, heißt es weiter. Rund 20 davon seien nicht mehr bewohnbar. In einer nahe gelegenen Turnhalle sollte eine Notunterkunft eingerichtet werden, in der das Bezirksamt die Betroffenen unterbringen will.
Für die Angehörigen der Verletzten mussten außerdem Seelsorger eingesetzt werden – und auch für die Mitglieder der Feuerwehr. Denn: „Der Einsatz stellte auch für unsere Einsatzkräfte eine nicht alltägliche psychische Belastung dar“, heißt es in einer Mitteilung. Wie es zu dem schrecklichen Brand kommen konnte, ist aktuell noch unklar.




