Vom heutigen erneuten Verdi-Streik sind Kitas, Schulen, Teile der Verwaltung sowie Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei betroffen.
Für viele Eltern bedeutet das, dass schon wieder improvisiert werden muss. Innerhalb von nur zwei Wochen ist es der zweite größere Arbeitskampf, der Betreuung und Unterricht in der Hauptstadt erheblich einschränkt.
Breite Beteiligung im öffentlichen Dienst
Neben Erzieherinnen und Erziehern sowie Lehrkräften beteiligen sich auch Verwaltungsangestellte der Senatsverwaltungen am Streik. Auch Beschäftigte der Feuerwehr und der Polizei haben ihre Teilnahme angekündigt. Allerdings ist sichergestellt, dass Notdienste eingerichtet sind.
In Brandenburg sind zusätzlich Mitarbeiter der Landesministerien und zahlreicher Behörden zum Arbeitskampf aufgerufen. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet das: geschlossene Schalter, längere Wartezeiten und teils eingeschränkte Einsatzbereitschaft.
Das fordert Verdi
Verdi fordert in den laufenden Tarifverhandlungen eine Lohnerhöhung von sieben Prozent, mindestens jedoch 300 Euro mehr im Monat für die unteren Entgeltgruppen. Nach zwei Verhandlungsrunden ohne Angebot der Arbeitgeber will die Gewerkschaft nun den Druck erhöhen.
Bundesweit betreffen die Verhandlungen rund 2,2 Millionen Beschäftigte. Für etwa 900.000 Tarifbeschäftigte wird direkt verhandelt, rund 1,3 Millionen Beamte und Versorgungsempfänger könnten später von einem möglichen Abschluss profitieren.

BVG fährt und beteiligt sich nicht
Eine kleine Entlastung gibt es für Berliner Pendler: Die Mitarbeitenden der Berliner Verkehrsbetriebe beteiligen sich diesmal nicht am Warnstreik. Busse und Bahnen verkehren regulär.


