Verdi-Warnstreik

Heutige Kita- und Schulschließungen lassen Berliner Eltern verzweifeln

In Berlin kommt es heute erneut zu massiven Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Gewerkschaft Verdi  hat zu einem weiteren Warnstreik aufgerufen.

Author - Stefan Tappert
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Warnstreik in einer Kita
Warnstreik in einer KitaRalf Hirschberger/dpa

Vom heutigen erneuten Verdi-Streik sind Kitas, Schulen, Teile der Verwaltung sowie Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei betroffen.
Für viele Eltern bedeutet das, dass schon wieder improvisiert werden muss. Innerhalb von nur zwei Wochen ist es der zweite größere Arbeitskampf, der Betreuung und Unterricht in der Hauptstadt erheblich einschränkt.

Breite Beteiligung im öffentlichen Dienst

Neben Erzieherinnen und Erziehern sowie Lehrkräften beteiligen sich auch Verwaltungsangestellte der Senatsverwaltungen am Streik. Auch Beschäftigte der Feuerwehr und der Polizei haben ihre Teilnahme angekündigt. Allerdings ist sichergestellt, dass Notdienste eingerichtet sind.

In Brandenburg sind zusätzlich Mitarbeiter der Landesministerien und zahlreicher Behörden zum Arbeitskampf aufgerufen. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet das: geschlossene Schalter, längere Wartezeiten und teils eingeschränkte Einsatzbereitschaft.

Das fordert Verdi

Verdi fordert in den laufenden Tarifverhandlungen eine Lohnerhöhung von sieben Prozent, mindestens jedoch 300 Euro mehr im Monat für die unteren Entgeltgruppen. Nach zwei Verhandlungsrunden ohne Angebot der Arbeitgeber will die Gewerkschaft nun den Druck erhöhen.

Bundesweit betreffen die Verhandlungen rund 2,2 Millionen Beschäftigte. Für etwa 900.000 Tarifbeschäftigte wird direkt verhandelt, rund 1,3 Millionen Beamte und Versorgungsempfänger könnten später von einem möglichen Abschluss profitieren.

Weiterer Warnstreik der Erzieher und Sozialarbeiter.
Weiterer Warnstreik der Erzieher und Sozialarbeiter.dpa

BVG fährt und beteiligt sich nicht

Eine kleine Entlastung gibt es für Berliner Pendler: Die Mitarbeitenden der Berliner Verkehrsbetriebe beteiligen sich diesmal nicht am Warnstreik. Busse und Bahnen verkehren regulär.

Demonstration in Potsdam

Höhepunkt des Streiktages ist eine große Kundgebung in Potsdam. Am Vormittag ziehen die Streikenden vom Lustgarten zum Kongresshotel. 

Verdi bekräftigt, dass die Beschäftigten im öffentlichen Dienst angesichts steigender Lebenshaltungskosten eine angemessene Bezahlung verdienten. Die Arbeitgeber verweisen hingegen auf angespannte Haushaltslagen.

Ob es in der nächsten Verhandlungsrunde zu einem Durchbruch kommt, bleibt offen. Klar ist: Für viele Berlinerinnen und Berliner ist die Belastungsgrenze inzwischen erreicht.

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