Wer am Donnerstag (12. Februar) fliegen will, braucht starke Nerven. Bei Lufthansa droht der ganz große Stillstand: Piloten und Flugbegleiter wollen den ganzen Tag über sämtliche Starts in Deutschland lahmlegen – sogar Frachtflüge sollen betroffen sein. Wie viele Maschinen tatsächlich am Boden bleiben, weiß noch niemand, doch intern rechnet man bereits mit einem „erheblichen betrieblichen Einfluss“.
Zwei Gewerkschaften ziehen gleichzeitig die Notbremse: Die Vereinigung Cockpit, die die Piloten vertritt, fordert höhere Arbeitgeberbeiträge für Betriebs- und Übergangsrenten – ein Thema, das seit Monaten ungelöst ist. Die Kabinengewerkschaft Ufo will dagegen erzwingen, dass Lufthansa wieder an den Verhandlungstisch zurückkehrt. Nach ihren Angaben stehen wegen der Konzernstrategie rund 800 Jobs auf der Kippe.
Der Vorwurf der Gewerkschaften: Der Vorstand fahre eine harte Linie, rede ständig von „Produktivität“ und „Flexibilität“, meine damit aber letztlich mehr Arbeit für weniger Sicherheit. Viele Beschäftigte klagen über steigende Belastung und ein Privatleben, das kaum noch planbar sei.
Piloten und Flugbegleiter
Am Donnerstag streiken die Crews der Lufthansa
Streik bei Lufthansa: Wer am Donnerstag fliegen will, könnte am Boden bleiben. Was hinter dem Konflikt um neue Billig-Töchter und Tarifverträge steckt.

Passagiermaschinen warten bei Sprühregen und Schnee auf dem Flughafen Frankfurt auf ihre Startfreigabe.Boris Roessler/dpa
