Tennis-Affäre

Ricarda Lang spottet heftig über Kai Wegner

Nach Wegners Tennis-Stunde während des Blackouts melden sich Politiker und Nutzer in den sozialen Netzwerken zu Wort.

Author - Tobias Esters
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Ricarda Lang (Grünen): Mit einem sarkastischen Kommentar beteiligte sich die Bundesvorsitzende an der Debatte um Kai Wegners Tennis-Affäre.
Ricarda Lang (Grünen): Mit einem sarkastischen Kommentar beteiligte sich die Bundesvorsitzende an der Debatte um Kai Wegners Tennis-Affäre.Nico Herbertz/imago

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) gerät wegen seiner Tennis-Affäre zunehmend unter Druck. Der 53-Jährige räumte ein, am Samstag, wenige Stunden nach Beginn des großflächigen Blackouts im Südwesten der Hauptstadt, eine Stunde Tennis gespielt zu haben – während rund 45.000 Haushalte mitten im Winter ohne Strom, Heizung, Internet und Handyempfang ausharren mussten.

Das Netz schießt scharf gegen Wegner

In den sozialen Netzwerken sorgt die Tennis-Affäre für enormen Spott, Häme und scharfe Kritik. Ex-Grünen-Chefin Ricarda Lang kommentierte die Debatte mit einem sarkastischen Tweet:

„Immerhin Kai Wegner hatte am Samstag Netz.“

Ein Satz, der sitzt. Und der den Ton vorgibt für das, was danach folgt: ein digitaler Rundumschlag gegen den Regierenden Bürgermeister.

Die besten Reaktionen aus den sozialen Netzwerken

Peter Silier (@petersilier) spottet über vermeintliche Coolness:

„Dass der arme Herr Wegner nach 5 Stunden telefonieren erstmal Tennis spielen muss um den Kopf freizukriegen, gibt einem auch so richtige Gen-Z Vibes😅
Aber gut ist halt auch Berlin
🤷🏼‍♂️“

Andere zeigen sich deutlich wütender. Ma Tri (@schnueffeltante) bringt die Enttäuschung vieler Berlinerinnen und Berliner auf den Punkt:

„Dieses Verhalten überschattet den berechtigten Dank an alle Helfer und Einsatzkräfte. Das macht mich richtig sauer! Eine Aussage am Sonntag, dass die Nöte der Menschen einem bewusst sind, aber ein Shake hands niemandem nützt, hätte völlig gereicht.“

Auch zynische Kommentare finden sich unter den Reaktionen. Benny Illinger (@IamIllgner) schreibt:

„Erwarte noch folgenden Verteidigungs-Hot Take von Berlin Bürgermeister #Wegner: ‚Wer Tennis spielt, friert nicht!‘“

Auch Lisalalalaaaaaa (@SandraLustig13) spart nicht mit Kritik – und verweist auf verpasste Chancen:

„Ein Winter-Spaziergang durch die betroffenen Wohngebiete hätte den Kopf auch ‚freigemacht‘! Er hätte zudem Präsenz gezeigt und paar tröstende Worte zu Bewohnern sagen oder beim Suppe verteilen helfen können!“

Fast schon trocken wirkt dagegen der Kommentar von Patrick (@HauptPa) – und trifft genau deshalb einen Nerv:

„Eins muss man #Wegner lassen.
Er hat ‚nicht die Füße hochgelegt‘“

Kai Wegner räumt Fehler ein

Wegner hat inzwischen Fehler eingeräumt. Er hätte früher offen sagen müssen, dass er eine Stunde Tennis gespielt habe. Seine Kommunikation sei nicht gut gewesen.

Nach B.Z.-Informationen plant Wegner am 15. Januar eine Regierungserklärung. Ob er damit den politischen Schaden begrenzen kann, ist offen. Die Debatte jedenfalls ist noch lange nicht ausgespielt.

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