Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) gerät wegen seiner Tennis-Affäre zunehmend unter Druck. Der 53-Jährige räumte ein, am Samstag, wenige Stunden nach Beginn des großflächigen Blackouts im Südwesten der Hauptstadt, eine Stunde Tennis gespielt zu haben – während rund 45.000 Haushalte mitten im Winter ohne Strom, Heizung, Internet und Handyempfang ausharren mussten.
Das Netz schießt scharf gegen Wegner
In den sozialen Netzwerken sorgt die Tennis-Affäre für enormen Spott, Häme und scharfe Kritik. Ex-Grünen-Chefin Ricarda Lang kommentierte die Debatte mit einem sarkastischen Tweet:
„Immerhin Kai Wegner hatte am Samstag Netz.“
Immerhin Kai Wegner hatte am Samstag Netz.
— Ricarda Lang (@Ricarda_Lang) January 7, 2026
Ein Satz, der sitzt. Und der den Ton vorgibt für das, was danach folgt: ein digitaler Rundumschlag gegen den Regierenden Bürgermeister.
Die besten Reaktionen aus den sozialen Netzwerken
Peter Silier (@petersilier) spottet über vermeintliche Coolness:
„Dass der arme Herr Wegner nach 5 Stunden telefonieren erstmal Tennis spielen muss um den Kopf freizukriegen, gibt einem auch so richtige Gen-Z Vibes😅
Aber gut ist halt auch Berlin🤷🏼♂️“
#Tennis #Wegner #Berlin
— Peter Silier (@petersilier) January 8, 2026
Dass der arme Herr Wegner nach 5 Stunden telefonieren erstmal Tennis spielen muss um den Kopf freizukriegen, gibt einem auch so richtige Gen-Z Vibes😅
Aber gut ist halt auch Berlin🤷🏼♂️
Andere zeigen sich deutlich wütender. Ma Tri (@schnueffeltante) bringt die Enttäuschung vieler Berlinerinnen und Berliner auf den Punkt:
„Dieses Verhalten überschattet den berechtigten Dank an alle Helfer und Einsatzkräfte. Das macht mich richtig sauer! Eine Aussage am Sonntag, dass die Nöte der Menschen einem bewusst sind, aber ein Shake hands niemandem nützt, hätte völlig gereicht.“
#StromausfallBerlin #Wegner Dieses Verhalten überschattet den berechtigten Dank an alle Helfer und Einsatzkräfte. Das macht mich richtig sauer! Eine Aussage am Sonntag, dass die Nöte der Menschen einem bewusst sind, aber ein Shake hands niemandem nützt, hätte völlig gereicht.
— Ma Tri (@schnueffeltante) January 8, 2026
Auch zynische Kommentare finden sich unter den Reaktionen. Benny Illinger (@IamIllgner) schreibt:
„Erwarte noch folgenden Verteidigungs-Hot Take von Berlin Bürgermeister #Wegner: ‚Wer Tennis spielt, friert nicht!‘“
Erwarte noch folgenden Verteidigungs-Hot Take von Berlin Bürgermeister #Wegner: „Wer Tennis spielt, friert nicht!“
— Benny Illinger (@IamIllgner) January 8, 2026
Auch Lisalalalaaaaaa (@SandraLustig13) spart nicht mit Kritik – und verweist auf verpasste Chancen:
„Ein Winter-Spaziergang durch die betroffenen Wohngebiete hätte den Kopf auch ‚freigemacht‘! Er hätte zudem Präsenz gezeigt und paar tröstende Worte zu Bewohnern sagen oder beim Suppe verteilen helfen können!“
An diejenigen, die die #Tennis-Stunde von Herrn #Wegner verteidigen:
— Lisalalalaaaaaa 🚜 💙 🥝 🚿 🇩🇪 (@SandraLustig13) January 8, 2026
Ein Winter-Spaziergang durch die betroffenen Wohngebiete hätte den Kopf auch "freigemacht"! Er hätte zudem Präsenz gezeigt und paar tröstende Worte zu Bewohnern sagen oder beim Suppe verteilen helfen können! 🤷🏼♀️
Fast schon trocken wirkt dagegen der Kommentar von Patrick (@HauptPa) – und trifft genau deshalb einen Nerv:
„Eins muss man #Wegner lassen.
Er hat ‚nicht die Füße hochgelegt‘“
Eins muss man #Wegner lassen.
— Patrick (@HauptPa) January 8, 2026
Er hat „nicht die Füße hochgelegt“
Hier hat er mal die Wahrheit gesagt. #CDU
Kai Wegner räumt Fehler ein
Wegner hat inzwischen Fehler eingeräumt. Er hätte früher offen sagen müssen, dass er eine Stunde Tennis gespielt habe. Seine Kommunikation sei nicht gut gewesen.

