Es ist fast sieben Jahre her, dass die Berlinerin Rebecca Reusch spurlos verschwand. Noch immer ist nicht klar, was mit der Schülerin passiert ist. Zuletzt durchsuchten die Ermittler im Oktober 2025 mehrere Grundstücke in Tauche in Brandenburg. Welche Hinweise wurden gefunden, welche Hinweise gingen ein? Das ist bisher unklar.
Rebecca Reusch verschwand im Februar 2019
Rebecca Reusch verschwand im Februar 2019. Seit dem Morgen des 18. Februar 2019 gilt die Berliner Schülerin als vermisst. Rebecca tauchte zuerst nicht in der Schule auf, ihre Familie alarmierte die Polizei. Schnell galt ich Schwager als verdächtig, ihm konnte allerdings bisher nichts nachgewiesen werden.
Erst im Oktober vergangenen Jahres richtete sich die Aufmerksamkeit wieder voll auf den Fall um Rebecca Reusch. Damals verfolgten die Ermittler eine neue Spur in Brandenburg. Am 20. Oktober durchsuchten Ermittler ein Grundstück in der Gemeinde Lindenberg, etwa 60 Kilometer von Berlin entfernt. Das Stückchen Land soll laut RTL der Oma von Rebeccas Schwager gehört haben.

Der Grund für die Durchsuchungen: „Es liegen Anhaltspunkte dafür vor, dass der mittlerweile 33 Jahre alte Beschuldigte am Morgen des 18. Februar 2019 seine damals 15 Jahre alte Schwägerin getötet und deren Leiche und ihr gehörende Gegenstände, zumindest vorübergehend, auf das Grundstück seiner Großeltern in Tauche verbracht haben könnte“, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.
Fall Rebecca führte die Ermittler nach Tauche
Bagger kamen zum Einsatz, Spürhunde und Drohnen. Eine weitere Durchsuchung führte die Ermittler auf ein Grundstück, auf dem die Großeltern von Rebeccas Schwager bis 2005 lebten. Zeitgleich wurde eine neue Fahndung herausgegeben und Zeugen gesucht, die rund um Rebeccas Verschwinden einen himbeerroten Renault Twingo gesehen haben. Tatsächlich berichtete eine Frau in der BILD, das Auto an dem entsprechenden Tag auf der A12 bei Fürstenwalde bemerkt zu haben. Sie vermutete Rebeccas Schwager am Steuer. „Die Sache beschäftigt mich schon so lange, ich will sie mir endlich von der Seele reden.“

Was haben die Durchsuchungen wirklich gebracht? Und gab es weitere Hinweise, die das Rätsel um das Verschwinden von Rebecca lösen könnten? KURIER fragte bei der Berliner Staatsanwaltschaft nach, schickte Fragen zum roten Auto, zu den Durchsuchungen der Grundstücke in Tauche, zum aktuellen Stand der Ermittlungen und zum Personaleinsatz. Die Antwort von Alan J. S. Bauer, Sprecher der Staatsanwaltschaft, fällt kurz aus. „Die Ermittlungen dauern an“, teilt er mit. Zu deren Schutz könne man aktuell keine weiteren Angaben zu dem Fall machen. Auch die Frage, wann die Ermittlungen abgeschlossen werden könnten, bleibt unbeantwortet.

Rebecca tauchte nicht in ihrer Schule auf
Rebecca soll den Abend vor ihrem Verschwinden mit ihrer Schwester verbracht haben, am Morgen sollte sie direkt von dort in die Schule gehen. Doch dort tauchte sie nicht auf. Am Nachmittag meldete die Familie Rebecca als vermisst. Das Fahndungsbild, das die Polizei später veröffentlichte, ist inzwischen deutschlandweit bekannt. Rebeccas Schwager saß inzwischen in U-Haft, wurde aber wieder freigelassen. Er bleibt für die Ermittler der Hauptverdächtige in dem Fall.
Was genau mit dem damals 15 Jahre alten Mädchen passiert ist, ist vollkommen unklar. Zwischendurch gab es auch Kritik an den Ermittlern, die die Staatsanwaltschaft aber zurückwies. „Wir tun alles, um das Schicksal Rebeccas aufzuklären. Das ist unsere Pflicht, das ist unser gesetzlicher Auftrag. Und ich denke, wir haben keine Veranlassung gegeben, uns zu kritisieren.“




