Blaulicht

Schwerer Autounfall: Mietwagenfahrer rast rücksichtslos – Kind erleidet Knalltrauma

Mietwagenfahrer viel zu schnell unterwegs: Auto kracht in SUV – Verletzte und ein Kind mit Knalltrauma.

Author - Sharone Treskow
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 In Friedenau kam es infolge von Raserei zu einem heftigen Unfall, der tödlich hätte enden können.
In Friedenau kam es infolge von Raserei zu einem heftigen Unfall, der tödlich hätte enden können.Olaf Wagner

Dieser Vorfall zeigt deutlich, was rücksichtslose Raserei anrichten kann. In Berlin-Friedenau hat ein Mietwagenfahrer am Mittwochabend nicht nur sich selbst, sondern auch weitere Berliner Verkehrsteilnehmer in Gefahr gebracht. Was bisher über den schweren Autounfall bekannt ist.

Unfallverursacher 70 km/h zu schnell unterwegs

Unser KURIER-Reporter berichtet: Gegen 19:30 Uhr am Mittwoch wurde die Berliner Feuerwehr zum Südwestkorso Ecke Laubacher Straße in Friedenau (Tempelhof-Schöneberg) alarmiert – wegen eines schweren Verkehrsunfalls.

Ein Auto einer Mietwagenfirma soll laut Augenzeugen mit weit über 100 km/h auf einen stehenden SUV an der Ampel aufgefahren sein. Erlaubt sind hier maximal 30 km/h, der Raser war also rund 70 km/h zu schnell unterwegs. Der betroffene SUV – mit vier Leuten besetzt – schleuderte daraufhin 40 m nach vorn.

Sicher gebaut: Der SUV hat verhältnismäßig wenig abbekommen.
Sicher gebaut: Der SUV hat verhältnismäßig wenig abbekommen.Olaf Wagner

Eine lebensgefährliche Situation. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn es sich bei dem vorderen Auto um ein weniger stabiles Modell gehandelt hätte.

Zwei Verletzte durch den schweren Aufprall, Kind erleidet Knalltrauma

Bei dem Unfall wurde der Beifahrer des SUV verletzt und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Der Fahrer des Mietwagens wurde ebenfalls schwerstverletzt in ein Krankenhaus gebracht.

Besonders übel: Ein Kind, das sich zufällig an der Kreuzung befand, wurde ebenfalls wegen eines Knalltraumas behandelt, konnte aber mit seinen Eltern nach Hause gehen. Ein Knalltrauma ist eine plötzliche Schädigung des Gehörs durch einen extrem lauten Knall (z. B. Explosion, Böller, Schuss). Typische Folgen sind Hörminderung, Tinnitus und Druckgefühl im Ohr.

Mindestens zwei Unfallteilnehmer wurden bei dem Crash verletzt. Zusätzlich hat ein Kind, das Zeuge des Unfalls war, ein Knalltrauma erlitten.
Mindestens zwei Unfallteilnehmer wurden bei dem Crash verletzt. Zusätzlich hat ein Kind, das Zeuge des Unfalls war, ein Knalltrauma erlitten.Olaf Wagner

An der Einsatzstelle wurde eine Drohne für Übersichtsaufnahmen eingesetzt. Ein Unfall-Sachverständiger und der Verkehrsunfalldienst der Berliner Polizei sicherten bis spät in die Nacht Spuren an der Einsatzstelle.

Welche rechtlichen Folgen auf den Raser zukommen könnten

Wer rund 70 km/h zu schnell fährt und dadurch einen schweren Unfall verursacht, muss mit gravierenden Folgen rechnen: Neben einem hohen Bußgeld und Punkten drohen oft ein Entzug der Fahrerlaubnis sowie eine mögliche MPU (medizinisch‑psychologische Untersuchung, auch „Idiotentest“ genannt).

Auf den Fahrer des Mietwagens, der mutmaßlich 70 km/h zu schnell unterwegs war, könnten rechtliche Folgen zukommen.
Auf den Fahrer des Mietwagens, der mutmaßlich 70 km/h zu schnell unterwegs war, könnten rechtliche Folgen zukommen.Olaf Wagner

Kommen Personen zu Schaden, wird daraus schnell ein Strafverfahren – etwa wegen fahrlässiger Körperverletzung oder sogar fahrlässiger Tötung, was Geldstrafen oder Freiheitsstrafen nach sich ziehen kann. Zusätzlich kann die Versicherung den Fahrer finanziell in Regress nehmen.

Wie ist Ihre Meinung zu dem Thema? Schicken Sie uns einen Leserbrief per Mail an leser-bk@berlinerverlag.com.