Tragischer Unfall

Radfahrer (65) stirbt nach Kollision mit anderem Radler (14) in Friedrichshain

Nach einem Crash mit einem anderen Radler in Berlin‑Friedrichshain ist ein Senior gestorben. Die Polizei untersucht die Umstände des tragischen Unfalls.

Author - Sebastian Karkos
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Für den 65-jährigen Radfahrer kam die Hilfe letztlich zu spät, an einer roten Ampel in Friedrichshain kam es zu dem tragischen Unfall.
Für den 65-jährigen Radfahrer kam die Hilfe letztlich zu spät, an einer roten Ampel in Friedrichshain kam es zu dem tragischen Unfall.dpa (2)

2025 kamen in Berlin 37 Menschen im Straßenverkehr ums Leben. Fünf Todesopfer waren mit dem Rad unterwegs. Montagnachmittag ist wieder ein Radfahrer in der Hauptstadt gestorben. Die Umstände sind tragisch. Denn das Opfer kollidierte in Friedrichshain mit einem anderen Radler.

Unfall ereignet sich auf der Mühlenstraße

Das war passiert: Am vergangenen Freitag fuhr ein 14-Jähriger gegen 17.50 Uhr mit seinem Fahrrad auf dem Radstreifen die Mühlenstraße in Fahrtrichtung Warschauer Straße entlang. Auf Höhe der Mildred-Harnack-Straße (Berlin-Friedrichshain) hielt er an einer roten Ampel.

Laut Zeugen fuhr der 65-Jährige mit hoher Geschwindigkeit auf die rote Ampel zu und kam nicht mehr rechtzeitig zum Stehen. Folge: der Zusammenstoß mit dem 14-Jährigen.

Der 65-Jährige stürzte über den Lenker zu Boden und blieb bewusstlos liegen. Anschließend wurde er ins Krankenhaus gebracht, wo er auf die Intensivstation kam. Der 14-Jährige blieb unverletzt. Der Senior erlag Montag nun seinen schweren Verletzungen, wie die Polizei mitteilte. Die Ermittlungen der Polizei laufen.

Ein Großteil der Berliner (circa 721 von 1000) besitzt ein Fahrrad.
Ein Großteil der Berliner (circa 721 von 1000) besitzt ein Fahrrad.T.Seeliger/Imago

Und das Thema Fahrradverkehrssicherheit bleibt somit im Fokus von Politik und Öffentlichkeit. Immer mehr Menschen nutzen das Fahrrad im Alltag, gleichzeitig bleibt die Unfalllage angespannt. Jährlich werden zahlreiche Radfahrende bei Verkehrsunfällen verletzt, immer wieder gibt es auch tödliche Zwischenfälle. Besonders gefährlich sind Kreuzungen, abbiegende Autos und Lkw sowie unübersichtliche Radführungen.

Berlin hat den Ausbau von Radwegen vorangetrieben

Zwar hat Berlin in den vergangenen Jahren den Ausbau von Radwegen vorangetrieben und mit sogenannten Pop‑up‑Radwegen neue Flächen geschaffen. Doch vielerorts fehlt es weiterhin an durchgängigen, klar getrennten und sicheren Radverkehrsanlagen. Häufig enden Radwege abrupt oder führen direkt in Konfliktzonen mit dem Autoverkehr.

Experten und Verbände fordern deshalb konsequentere Maßnahmen: mehr geschützte Radstreifen, sichere Kreuzungen, strengere Kontrollen und eine bessere Aufklärung aller Verkehrsteilnehmer. Ziel ist es, die Zahl der schweren Unfälle deutlich zu senken. Denn sichere Infrastruktur ist entscheidend, damit Radfahren in Berlin nicht nur umweltfreundlich, sondern auch ungefährlich wird.

Wie ist Ihre Meinung zum Thema? Fühlen Sie sich auf dem Fahrrad sicher? Bitte schreiben Sie uns per Mail: leser-bk@berlinerverlag.com