Neue Kampagne

„Mävla“, „Kaputta“ & Co - Berlin macht Ernst gegen Müllsünder

Berlin startet eine neue Kampagne gegen illegale Müllentsorgung: Humorvolle Motive, klare Botschaft und saftige Bußgelder sollen Müllsünder stoppen.

Author - Sebastian Karkos
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Müvla und Kaputta - mit diesen nachgemachten Möbel-Anzeigen kämpft die Stadt gegen illegalen Müll.
Müvla und Kaputta - mit diesen nachgemachten Möbel-Anzeigen kämpft die Stadt gegen illegalen Müll.SenMVKU

Wer in Berlin unterwegs ist, dem fällt es schnell auf: Die Hauptstadt hat ein Müllproblem. An vielen Ecken Berlins haben sich sogar regelrechte Hotspots der illegalen Sperrmüllentsorgung gebildet.

Berlin gab 2025 über 13 Mio für Müllentsorgung aus

Die BSR hat 2024 in Berlin rund 54.000 Kubikmeter illegaler Ablagerungen beseitigt. Kosten: über 10 Millionen Euro, getragen vom Land Berlin. 2025 stieg die Summe sogar auf mehr als 13 Millionen Euro.

Das soll sich ändern. Daher starten die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt (SenMVKU) und die BSR eine neue Kampagne gegen illegale Müllentsorgung. Name: „Einfach abstellen hat seinen Preis“.

Im Layout eines (Ikea-)Möbelkatalogs thematisiert die Kampagne die neuen Bußgelder für illegale Ablagerungen. Beispiel: Müllsündern, die eine Waschmaschine einfach auf die Straße stellen, droht eine Strafe von bis zu 15.000 Euro. Die Kampagne betitelt die Waschmaschine als „Defekta“. Die Matratze heißt „Müvla“ (Bußgeld bis zu 1.500 Euro), das Reifenset „Kaputta“ (bis zu 3.500 Euro) und das Sofa „Maröde“ (bis zu 4.000 Euro).

Defekta und Maröde - alte Waschmaschinen und Sofas gehören nicht einfach auf die Straße.
Defekta und Maröde - alte Waschmaschinen und Sofas gehören nicht einfach auf die Straße.SenMVKU

Senatorin Ute Bonde: „Unsere Kampagne richtet sich an diejenigen, die ihren Sperrmüll, ihre Elektrogeräte, ihren Schrott im öffentlichen Raum abstellen und damit ihr Problem buchstäblich bei anderen abladen. Ein solches Verhalten ist keine Bagatelle, sondern eine Sünde an der Natur und an der Gesellschaft, die mit angemessenen Bußgeldern geahndet wird.“

Die Informationen werden in mehreren Sprachen über die sozialen Netzwerke ausgespielt.

BSR-Chefin Stephanie Otto: „Für die Bürger unserer Stadt gibt es viele gute Angebote zur Abfallentsorgung, z. B. die 14 BSR‑Recyclinghöfe, den günstigen BSR‑Sperrmüll‑Abholservice, die Tiptapp‑App zur Transporthilfe bei der Sperrmüllentsorgung sowie die entgeltfreien Kieztage, die von jedem Berliner Bezirk in Kooperation mit der BSR angeboten werden. Auch für Gewerbetreibende existieren in Berlin zahlreiche legale Möglichkeiten für die Entsorgung von Abfällen.“

Mal schauen, ob die Kampagne den einen oder anderen Müllsünder wirklich zum Nachdenken bringt …

Wie ist Ihre Meinung zum Thema? Glauben Sie, dass die Kampagne von Senat und BSR ein Erfolg werden kann?
Bitte schreiben Sie uns:
leser-bk@berlinerverlag.com